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Abtreibung: Ich war schwanger!

Legalisiert: Vor vier Wochen öffnete in Salzburg die umstrittene Abtreibungsambulanz „Gynmed“ endlich ihre Pforten. WOMAN begab sich zum Lokalaugenschein und sprach mit betroffenen Frauen.


Abtreibung: Ich war schwanger!
© Neumayr

Samstag früh, 8 Uhr: Salzburg schläft noch. Am Gelände des Sankt-Josef-Spitals, im vorletzten Trakt, herrscht indes reges Treiben: Eine Krankenschwester prüft das OP-Besteck auf Sterilität. Die Anästhesistin bespricht mit dem Gynäkologen die Eingriffsmethode für die erste Patientin, die in einer Stunde an der Reihe ist.
Radstadt, eine Autostunde entfernt, zur gleichen Zeit: Christine, 40, verheiratet und Mutter von zwei Söhnen (12 und 10), ist abreisebereit. Die halbe Nacht hat die Angestellte kein Auge zugetan, hat in Gedanken alle Vor- und Nachteile abgewogen.

Ein allerletztes Mal. Punkt neun sitzt Christine im Auto, bringt ihre Buben zur Oma – weil sie mit einer Freundin zu einem Fortbildungskurs nach Salzburg will. So lautet zumindest die offizielle Version für die Familie. Nur ihr Mann weiß, dass Christine ganz woanders hin will – in die Gynmed, die neue Abtreibungsambulanz in Salzburg.

Aufreger „Gynmed“. Seit 2. April kommen Frauen aus allen Regionen hierher, um ungewollte Schwangerschaften abbrechen zu lassen. Maximal 15, jeden Samstag, zwischen 9 und 16 Uhr, anonym, für 425 Euro. In den vergangenen vier Wochen waren es 50 an der Zahl. „In ganz Österreich sind es 30.000 bis 40.000 Eingriffe pro Jahr“, erklärt Christian Fiala, 45, Leiter der Gynmed-Ambulanz in Salzburg.

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