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Angst vor Terror: Was kann ich tun?

Die Bomben-Anschläge in Brüssel erschüttern zutiefst. Man meint hilflos zu sein bei all den Nachrichten, die immer wieder auf uns einprasseln. Aber du kannst etwas tun, damit es DIR besser geht und damit gleichsam etwas gegen den Terror bewirken.

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Terror in Brüssel
© Carl Court/Getty Images

Was ist das nur für eine Welt? Die Frage stellt man sich selbst betroffen, wenn man wieder einmal von einem grausamen Bombenanschlag oder Terrorattacke irgendwo auf der Welt hört - mit Brüssel aktuell leider inmitten von Europa. Aber wir alle haben Einfluss auf diese Welt!

Ändere nicht deinen Lebensstil - genieße dein Leben in vollen Zügen

Beim Terror geht es nicht darum, so viele Menschen wie möglich zu töten, sondern um die Panik und die allgemeine Angst, die danach folgt. Das ist das wahre Ziel der Terroristen: Angst, Unsicherheit, völlig in die falsche Richtung zielende (Überre-)Aktionen, die unsere bereits schon aufgeladene Atmosphäre noch mehr vergiften.

Unser Antwort darauf sollte also nicht sein, dass wir blind um uns schlagen, alle gegen alle kämpfen, ganze Bevölkerungsgruppen, sämtliche Flüchtlinge oder Angehörige einer Religion verdächtigen und verfolgen sowie mit Bombengewalt gegen Staaten reagieren - denn damit wird der Terror nur gestärkt und findet neue Gefolgschaften.

Das Beste, was du Terroristen entgegen halten kannst, ist dein Leben so zu führen wie zuvor. Und dass mit noch mehr Spaß und Lebensfreude - lassen wir uns das keinesfalls nehmen! Wenn die ganze Welt in Angst lebt - dann ist das Ziel von Terrororganisationen erreicht. Wir brauchen stattdessen Mitgefühl, Offenheit und vor allem eine Gemeinschaft.

Terrorattacken sorgen immer wieder dafür, dass Parteien und Regierungen verschärfte Überwachungsmaßnahmen fordern. Aber selbst "perfekt funktionierende" Überwachungsstaaten wie Nordkorea sind mit politischer Gewalt konfrontiert. Wenn unser aller Freiheit eingeschränkt wird, ist dies definitiv keine Lösung. Wir verlieren nur hart erkämpfte Grundrechte und kein bisschen mehr an Sicherheit. Wir verlieren weitaus mehr, als wir gewinnen.

Wir selbst verbreiten die Angst: Mit jedem Facebook-Posting, jedem Tweet...

Gerade in sozialen Netzwerken werden in einer Situation wie jetzt hunderte Bilder und Meldungen geteilt, die in keinster Weise hinterfragt werden. Und oftmals nicht korrekt sind oder Fotos zeigen, die nicht einmal im Zusammenhang mit dem aktuellen Ereignis stehen. Lass dich nicht nur von Schlagzeilen beeinflussen, die niemals das ganze Bild einer Geschichte abbilden.

Teile nicht die Angst, teile lieber positive und Hoffnung machende Nachrichten!

Halten wir zusammen

Gemeinsam sind wir stark! Sprich mit Freundinnen und Freunden über deine Ängste, aber lasst euch nicht von selbstzerstörerischen Sorgen antreiben, sondern bestärkt euch gegenseitig - ob persönlich oder im Internet. Wenn ihr jemanden hört oder lest, der oder die blinden Hass oder Hetze verbreitet, dann redet ihn oder sie darauf an. Denn, wie schon ein altes Zitat von Edmund Burke besagt: Alles, was das Böse braucht, um zu triumphieren, sind genügend gute Menschen, die nichts unternehmen.

Gib dem Terror nicht die Größe, die er gerne hätte

So fürchterlich und erschreckend Anschläge auch sein mögen, wir sollten sie in Perspektive setzen, mit den Tatsachen, die uns jeden Tag umgeben. Weitaus mehr Menschen sterben etwa in Verkehrsunfällen und dennoch würden wir uns nie davor fürchten, uns in ein Auto zu setzen. Nach den Attacken auf das World Trade Center im Jahr 2001 beispielsweise verzichteten zahlreiche Menschen auf Flüge und nahmen stattdessen das Auto. Die traurige Konsequenz: Im Folgejahr gab es in den USA alleine 1595 mehr Tote im Vergleich zum Durchschnitt auf der Straße.

Diffuse Ängste bekämpfen

Unbestimmte Ängste gegenüber Fremden kann man ganz einfach loswerden. Indem man Menschen anderer Herkunft oder Religion kennenlernt. Denn selbstverständlich kann man nicht eine ganze Religion oder Menschen bestimmter Regionen unter Generalverdacht stellen.

Mit einem Dialog - nicht nur zwischen Politikerinnen und Politikern, sondern ebenso auf persönlicher Ebene - können Vorurteile und damit gleichsam Ängste abgebaut werden, Beziehungen verbessert sowie neue Freundschaften geschlossen werden. Das klingt doch weitaus verlockender als der immer größer werdenden Keil zwischen unseren Mitmenschen. Denn auch damit spielt man den Terrortreibenden in die Hände - genau das wollen sie erreichen. Und wir wollen doch keine Terroristen unterstützen, oder?

So kann jede Bürgerin und Bürger ihre Furchtlosigkeit zeigen und ihre Verbundenheit mit anderen Nationen demonstrieren, die ja genauso dem Terror oder gar Krieg entkommen wollen. Denn exakt davor wollen schließlich auch all die friedliebenden Menschen, die aktuell so dringend unsere Hilfe brauchen, flüchten.

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