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Ballsaison: Die Mütter aller Bälle

Frauenpower: Bei den größten Bällen Österreichs ziehen starke Frauen die Fäden im Hintergrund.


Ballsaison: Die Mütter aller Bälle
© Nawrata

Wenn der Walzer erklingt und die Debütantenpärchen Einzug in den Ballsaal halten, dann haben sich die viele Arbeit und der Stress der letzten Wochen ausgezahlt. Ob Sofie Kadanka (Johann-Strauß-Ball), Andrea Winkler (Kaffeesiederball), Eva Angyan (Philharmonikerball), Elfie Doppler (Jägerball) oder Elisabeth Gürtler beim Opernball: Bei den größten Bällen Österreichs haben Frauen das Organisationsruder fest in der Hand – und beweisen selbst im größten Stress noch Fingerspitzengefühl. Denn angefangen beim Blumenschmuck über die Dauer der Mitternachtseinlage bis zur besonders heiklen Gästeliste bedarf es weiblicher Intuition. Man will ja niemanden enttäuschen oder gar wegschicken müssen.

Opernball-Organisatorin Elisabeth Gürtler, 54, muss ihre Absagen in besonders feine Worte kleiden. „Ich kriege nämlich jetzt noch Anfragen für den Opernball“, stöhnt sie. „Dabei sind wir schon seit Mai ausverkauft. Da kann selbst ich nichts mehr machen.“ Nicht viel besser sieht es beim traditionellen Jägerball in der Wiener Hofburg aus. „Die Karten sind schon lange weg“, bedauert Organisatorin Elfie Doppler. „Am besten reserviert man gleich für nächstes Jahr.“

Spaß als Lohn. Seit sechzehn Jahren ist die 54-Jährige für den beliebten Traditionsball zuständig, auf dem unter anderen Benita Ferrero-Waldner, Elisabeth Gehrer oder Maria Rauch-Kallat Polka tanzen. „Wenn ich am Abend des Balls die Leute im Dirndl und im Trachtenanzug sehe, wie sie tanzen und Spaß haben, dann ist das der schönste Lohn für mich!“

Was den „Zünftigen“ ihr Jägerball, ist für die „Klassischen“ der Ball der Wiener Philharmoniker. „Als die Verantwortlichen mich 1990 fragten, ob ich nicht Lust hätte, die Präsidentin des Balls zu werden, musste ich nicht lange überlegen“, erzählt Eva Angyan, 45, die damals bereits zwei Jahre in der Organisation mitgearbeitet hatte. „Diesmal wird das Fest noch bombastischer“, verspricht sie. „Zu den historischen Sälen im Wiener Musikverein kommen vier neue hinzu, die Platz für eine Diskothek schaffen – die Jugend soll bei diesem Ballklassiker nicht zu kurz kommen.“

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