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Blitzkarriere: Aus mit dem Schattenspiel

Ursula Plassnik steht als neue Außenministerin plötzlich im Rampenlicht. Freunde und ehemalige Wegbegleiter erzählen Persönliches.


Blitzkarriere: Aus mit dem Schattenspiel

Ja zum Schüssel-Angebot zu sagen sei der Uschi nicht leicht gefallen, sagt Madeleine Petrovic, grüne Frontfrau – und seit 30 Jahren eine enge Freundin der neuen Außenministerin. „Sie hat an ihrem langjährigen Chef Wolfgang Schüssel gesehen, welch hohe Wellen eine unbedachte Äußerung schlagen kann. Und jetzt setzt sie sich selbst dieser Gefahr aus“, spielt sie auf Schüssels kolportierten Sager von der „richtigen Sau“ an. Plassniks und Petrovic’ Verbundenheit hielt stets allen politischen Auseinandersetzungen stand. Petrovic: „Mit dem Amt bekommt Uschi eine Last aufgebürdet. Sie weiß, dass es schwer wird. Der Botschafterjob wäre der einfachere Weg gewesen.“

Plassnik, 1956 in Kärnten geboren, promovierte 1978 als Juristin und blieb zunächst an der Uni am Institut für Römisches Recht. Nach dem Gerichtsjahr und einem Praktikum bei der CA wechselte sie 1981 ins Außenministerium. Plassniks weitere Stationen: die österreichische Vertretung im Europarat, diverse Aufenthalte im schweizerischen Bern, St. Gallen und Genf.

Schüssel-Intima. Im Außenamt erarbeitete sie sich den Ruf einer kompetenten Fachkraft, die ihr Geschäft versteht. Ein ehemaliger Mitarbeiter: „Sie ist eher der Managertyp, sie hat keine philosophischen Seiten. Ich bin immer gut mit ihr ausgekommen, weil sie alles andere als eine Tussi ist. Aber als konsensorientiert kann man sie nicht bezeichnen. Wenn sie etwas bestimmt hat, wurde das auch so gemacht.“ Als Plassnik Mitte 1997 überraschend ins Kabinett von Schüssel wechselte, begann sie für den damaligen Außenminister und Vizekanzler zu schwärmen: „Damit war sie allerdings fast allein auf weiter Flur“, erinnert sich ein ehemaliger Mitarbeiter des Ministeriums.

Mit Eleganz und Stil. Maria Berger, SPÖ-EU-Abgeordnete, befreundete sich Anfang der neunziger Jahre in Genf mit Plassnik, als beide bei der EFTA arbeiteten. „Uschi hat mich als Newcomerin gut betreut. Ich kenne sie als fröhlichen, aufgeschlossenen und multikulturellen Menschen.“

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Thema: Karriere