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Charity im Advent: Und was tun Sie Gutes?

Hilfe fürs Christkind: WOMAN begleitete prominente Frauen bei ihren persönlichen Hilfsaktionen. Plus: Für wen Sie am besten spenden.


Charity im Advent: Und was tun Sie Gutes?
© Kolp

Wer ist die Frau, die „Augustin“-Kolporteuren die Zeitung zum doppelten Preis abkauft, Bettlern eine warme Mahlzeit spendiert und regelmäßig Wolldecken und Pullover in der „Gruft“ bei der Wiener Mariahilfer Kirche abliefert? Nicht einmal die Lebenskünstler, mit denen diese Dame öfter im nahe liegenden Esterházypark über Gott und die Welt sinniert, erkennen sie. Auch Manfred und Willi nicht, zwei Wiener Obdachlose, die sie einmal auf der Parkbank kennen gelernt und mit denen sie auf
das Leben angestoßen hat. „Mit Rotwein in McDonald’s-Papierbechern. Klinisch sauber.“

Gabriele Zuna-Kratkys Augen funkeln. So wie die Augen ihrer Schützlinge, denen die Direktorin des Technischen Museums Wien das ganze Jahr über mit kleinen Gesten große Freude beschert – und die ihre edle Spenderin bloß als „Gabi“ kennen. Aber offenbar als Menschen, für den Charity „keine Saisongeschichte“ ist. „Viele sind durch einen Schicksalsschlag auf der Straße gelandet“, erzählt Zuna-Kratky. „Jeder Cent hilft, aber die meiste Wertschätzung bringt man den Leuten entgegen, wenn man sie als Mitmenschen wahrnimmt und nicht blindlings an ihnen vorbeiläuft.“

Anonym. Dass sie ihren Einsatz lieber anonym in den Dienst der guten Sache stellt und nicht als Aushängeschild für diverse Benefizaktionen fungiert, argumentiert die Museumschefin bescheiden: „Ich bin nicht so prominent. Aber jeder, der es ist und der seinen Namen dazu verwendet, sich nachhaltig karitativ zu engagieren, hat meine Unterstützung.“ Auch Gesellschaftsdamen wie Jeannine Schiller, deren Engagement oft verunglimpft wird. „Ich finde es klasse, dass sie hilft, weil ich weiß, dass sie es auch außerhalb der Adventzeit tut.“

So wie auch Eveline Eselböck, Vierhaubengastronomin im burgenländischen Taubenkobel. Anstatt Weihnachtsballaden zu rezitieren, schwingt sie mit ihren Töchtern Barbara und Stefanie und Enkelin Rosa-Leni lieber den Nudelwalker. Heuer steht nämlich neben dem Flohmarkt, dessen Reinerlös bedürftigen Familien in der Umgebung zugute kommt, Keksebacken für ein Altersheim am Benefizplan.Und den überlegt sich die Familie Jahr für Jahr aufs Neue. „Jeder schickt sein Geld da und dort hin und übersieht dabei die Not, die vor der Haustür herrscht. Unsereins kann sich nicht vorstellen, dass es noch Menschen gibt, die am Heiligen Abend statt vor dem glitzernden Christbaum im Dunkeln sitzen und frieren, weil sie keinen Strom und kein Holz zum Heizen haben“, erinnert sich Eveline Eselböck an das Vorjahr.

Die ganze Story lesen Sie im neuen WOMAN
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