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Christina Stürmer: Ein Girlie wird erwachsen

Am Anfang war sie ein Girlie, wie es im Buche steht: breitbeinig auf der „Starmania“-Bühne stehend, Piercing in der Unterlippe, das hübsche Gesicht mit den rehbraunen Augen in eine Art „Mir doch egal“-Flunsch gezogen. Trotzdem – oder gerade deshalb – machte Christina Stürmer, 22, die große Karriere, landete mehrere Nummer-eins-Hits (u. a. „Ich lebe“ und „Mama Ana Ahabak“) und bestritt eine erfolgreiche erste Tournee.


Christina Stürmer: Ein Girlie wird erwachsen
© Deak

Fixe Größe. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen, und sie hält sich immer noch: Gerade läuft die zweite Tour, und auch das neue Album „Soll das wirklich alles sein“ mit Hits wie „Vorbei“ und „Bus durch London“ hat bereits Platin-Status erreicht. Aus der burschikosen Buchhändlerin Christl ist eine feste Größe im Showbiz geworden: reifer, souverän, routiniert. Ein Profi, der sich seine Natürlichkeit bewahrt hat.

Wie Christina Stürmer ihre Popkarriere heute erlebt, was sich verändert hat und warum sie nicht auf Society-Events steht, verrät die Sängerin aus Altenberg bei Linz im WOMAN-Interview.

Woman: Zum Tourneestart gab’s mehr Aufregung um Ihre neuen langen Haare als um Ihr Liveprogramm. Geht Ihnen so etwas auf die Nerven?
Stürmer: Es ist wirklich faszinierend: Wir stehen da zwei Stunden auf der Bühne, geben unser Bestes, und alles, was die Leute danach sagen, ist: „Du hast ja Extensions!“ (lacht). Aber ich lebe inzwischen ganz gut mit solchen Sachen. Ich wundere mich nur, was da alles reininterpretiert wird: Christl hat jetzt lange Haare, sie will weiblicher sein, ist zur Frau gereift, bla bla. Die Wahrheit ist: Ich fühle mich genauso weiblich wie vorher, ich wollte einfach mal lange Haare haben. Ist man mit kurzen Haaren etwa nicht mehr weiblich?
Woman: Wie definieren Sie Weiblichkeit?
Stürmer: Das kommt von innen heraus. Bestimmt ist man nicht weiblicher, weil man Kurven oder lange Haare hat.
Woman: Fühlen Sie sich wohl mit Ihrem Körper?
Stürmer: Absolut, ich fühle mich gut! Wir sollten nicht so in Schubladen denken. Sonst sind wir bald alle blond, langhaarig und vollbusig. Wie abgelutschte Klischees! Wenn du nämlich die Männer durchfragst, stehen längst nicht alle auf blond.
Woman: Sie wirken entspannter als zu Beginn Ihrer Karriere. Sind Sie erwachsener geworden?
Stürmer: Ich bin zwei Jahre älter geworden. Aber sind wir das nicht alle? (Lacht.)
Woman: Jedenfalls scheint Ihnen der ganze Zirkus nicht mehr so viel auszumachen.
Stürmer: Das stimmt. Letztes Jahr habe ich mich noch ziemlich aufgeregt, wenn es Tratsch und Gerede um andere Dinge als meine Musik gab. Vor allem rund um meine Trennung vom Lukas (Perman, Anm. d. Red.). Ich vergeude meine Nerven nicht mehr mit Ärger über solchen Tratsch. Ob mir nun eine Affäre mit Xavier Naidoo angedichtet wird oder der Wolferl Ambros auf mich stehen soll.

Das komplette Interview lesen Sie im neuen WOMAN