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Das Ende der alten Familie

Familie neu. Vater, Mutter, Kind – das spielt’s nur noch in wenigen Familien. Nun reagiert auch die Politik und überlegt neue Gesetze.


Das Ende der alten Familie
© Bokmeier

Angelika, 42, und ihr Mann Michael legen Wert auf ein gemeinsames Sonntagsfrühstück der Familie. Jeden Sonntagmorgen weckt Michael drei Mädchen und fünf Buben, „und das kann dauern“. Aber dann kommen der Reihe nach acht Kinder im Alter von sechs bis 21 Jahren in die Küche. Sie decken gemeinsam den Tisch mit Kakao, Semmeln und Marmelade. Bei diesen Sonntagmorgentreffen erzählen die Kinder, wie es ihnen geht und was es Neues gibt, denn unter der Woche bleibt dafür oft keine Zeit. Michael steht jeden Tag vor sechs Uhr auf, um in seine Tischlerwerkstatt zu fahren. Angelika arbeitet als Geschäftsführerin.
Dass sie einmal Mutter von acht Kindern sein würde, hätte sie nie geglaubt. Ursprünglich waren es auch nur drei: Gabriel, 21, Pauline, 19, und Clarissa, 13 – alle aus ihrer ersten Ehe. Als diese in die Brüche ging, kannte sie Michael bereits – und seine drei Kinder Florian, 14, Caroline, 13, und Benjamin, 11. Angelika: „Mit sechs Kindern war es schon turbulent. Die Kinder fanden es anfangs nicht leicht, einen neuen Vater zu akzeptieren. Aber ich habe mich bewusst nicht nur auf die Seite der Kinder gestellt.“ Angelika bemühte sich, den neuen Mann in der Familie einzubinden. Fragten die Kinder etwa nach der Erlaubnis zum Fernsehen, hieß es: „Fragt den Michael.“

Der Stiefvater glaubt heute, dass die Chemie einfach gestimmt habe. „Hätten sich die Kinder mit Händen und Füßen gegen mich gewehrt, dann hätte ich kapitulieren müssen.“ Als Angelika und Michael noch eigene Kinder haben wollten, machte die Ankunft von Leander, 8, und Klaus, 6, die Organisation der Großfamilie zwar nicht einfacher, „aber der Zusammenhalt ist dafür gewachsen.“

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