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Die verkaufte Braut

Wie sie aus ihrer Traumhochzeit am 10. September in Wien ein lukratives Geschäft macht. Außerdem: Warum Prominente an ihrem Jawort verdienen.


Den schönsten Tag im Leben lassen sich die meisten Brautpaare eine schöne Stange Geld kosten. Doch es geht auch anders: Mit einem prominenten Namen im Ausweis und etwas geschäftlichem Geschick lässt sich mit dem Treueschwur vorm Pfarrer sogar noch Geld verdienen. Oder zumindest steigt man, nach einer Traumhochzeit, die alle Stückerln spielte, pari aus. Sponsoren sind gern bereit, „Brautvater“ zu spielen und vom Kleid bis zur Kutsche auszustatten. Einzige Gegenleistung: Bring unseren Firmennamen ins Spiel!
Der Deal geht naturgemäß nur, wenn der schönste Tag auch für die breite Öffentlichkeit von Interesse ist. So wie bei Verona Pooth, 37, – vormals Feldbusch. Wenn die „Hier kriegen Sie geholfen“-Werbeikone am 10. September ihrem Franjo im Wiener Stephansdom das Jawort gibt, ist der Medienrummel groß. Genauso wie Veronas Fähigkeiten, daraus ein Geschäft zu machen. Sie, die ihre Promikarriere als Kurzzeit-Ehefrau von Dieter Bohlen startete, hat von vorhochzeitlichen Wortspenden bis zum Flittern danach alles vergoldet: So sind die Fotorechte in der Kirche exklusiv an ein deutsches Society-Magazin verkauft, um kolportierte E 100.000,–, ein deutscher Privatsender bekam den Zuschlag, als einzige TV-Station im Dom drehen zu dürfen. Gegen einen entsprechenden Scheck hat man jede Verona-Träne exklusiv. Gerüchte kursieren, dass das Paar auch die Flitterwochen in Wort um Bild mit der Öffentlichkeit teilen wird. Entsprechender Rebbach inklusive.

Geschäftstüchtig. Um die Kassa noch heller klingeln zu lassen, wurde ausgewählten heimischen Magazinen vorab, gegen den Stempel der Exklusivität, versteht sich, ein Interview mit der Braut angeboten. Um E 5.000,– noch vergleichsweise günstig. So bekommt doch jeder, den es danach drängt, sein Stück von der Hochzeitstorte des Jahres. Das glückliche Paar lässt sich allerdings auch nicht lumpen: Keine Geringere als Kaiserin Sissi muss herhalten, um für Veronas Outfit Patin zu stehen. Entsprechend imperial ist das gesamte Ambiente, von der Hochzeitssuite bis zur Hochzeitskutsche. Die rosa Farbe dieser hat allerdings weniger mit Sissi zu tun als mit den Schnitten, die man eben mag, und ganz unhistorischen Business-Deals. Die Kutsche, Präsent der Firma Manner, wird auf ausdrücklichen Wunsch der Braut von vier Schimmeln gezogen werden. Für diese Gratiswerbung legt der Schnittenfabrikant eine Spende für das von Frau Pooth unterstützte SOS-Kinderdorf in Brasilien hin. Und so bekommt das Ganze noch ein nettes Charity-Häubchen.
Für die Geladenen gibt’s allerdings Fortbewegungsmittel aus unserem Jahrhundert: „Air Berlin“ lässt kostenlos einfliegen. Ein persönliches Geschenk des Airline-Geschäftsführers an die Selfmade-Millionärin.
Die einzige Leistung im Rahmen der Traumhochzeit – datiert übrigens auf den zweiten Geburtstag des gemeinsamen Söhnchens San Diego –, für die Verona selbst in die Tasche greifen muss, ist die „Royal-Suite“ im Imperial. Das standesgemäße Gemach für die Hochzeitsnacht kostet E 4.150,–, Butler-Service und Celebrity-Extras inklusive. Wiens feudalstes Hotel ließ nicht mit sich handeln, wohl auch weil man insgeheim gedacht haben mag: In dem Bett haben schon ganz andere Kaliber geschlafen …

Teures Brautkleid. Preisnachlässen unwillig gegenüber steht auch Karl Lagerfeld, der das Hochzeitskleid im Sissi-Stil für Verona entwarf. Es soll € 100.000,– Euro kosten. Wenn Lagerfeld hart bleibt, ist das Geld für die Fotorechte schon mal futsch …

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