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Dolores Schmidinger: „Sex darf weh tun ...“

In ihrem neuen Programm „Unartig – eine sado-masochistische Liebesgeschichte“ geht es um Grenzen des Sex.


Dolores Schmidinger: „Sex darf weh tun ...“
© Promo/Beck

Tabuthemen aufzugreifen ist das Handwerk des Kabarettisten. Aber so weit wie Dolores Schmidinger, 59, geht wohl kaum eine aus der Szene. Nach Bulimie und Schönheitswahn geht es in ihrem neuen Programm „Unartig – eine sado-masochistische Liebesgeschichte“ (ab 4. 3. in Tulln und ab 7. 3. im Vindobona) um Sexualpraktiken, die oft verschämtes Grinsen auslösen.

Als One-Woman-Show zeigt Schmidinger, wie sich eine Frau in einen SM-Club verirrt, zunächst schockiert ist, aber langsam eigene Phantasien wiedererkennt und sich auch als Domina probiert, um alle Sadomaso-Spielarten zu erleben. Ein heikles Thema für einen heiteren Abend. Doch die Kabarettistin, die seit zwei Jahren glücklich mit einem viel jüngeren Mann verheiratet ist, beweist Gespür für heiße Themen. Und wirft die Frage auf: Was sehen wir als pervers an, was getrauen wir uns zuzugeben?

Lesen Sie, wie Dolores Schmidinger Sadomaso definiert – und wie viel Vergnügen sie selbst dabei empfindet.

WOMAN: In Ihrem neuen Programm geht es um eine Frau, die Erfüllung in Sadomaso-Sex findet?
Schmidinger: Nein, es geht um eine Frau, die weder gut noch schlecht von Männern behandelt wurde und die sich durch Zufall in einem SM-Lokal wiederfindet.
WOMAN: Und dort fündig wird?
Schmidinger: Zuerst empfindet sie Mut vor der Courage und entdeckt dann Bilder und Szenen der Unterwerfung aus ihrer Kindheit. Da verspürt sie plötzlich Lust.
WOMAN: Fördert Kindheitsmissbrauch die Neigung zu SM?
Schmidinger: Das Gefühl ist präsent, bei mir ist als Kind auch einiges passiert. Aber das soll nicht heißen, dass jeder SMler als Kind missbraucht wurde.
WOMAN: Wie haben Sie das Thema Sadomaso recherchiert?
Schmidinger: Ich leugne nicht, dass ich diese Phantasien selbst in mir trage. Hervorgerufen aus der strengen Erziehung mit dem Rohrstab aus den 50er Jahren.
WOMAN: Zwischen Phantasie und Ausleben – ist das ein weiter Weg?
Schmidinger: Was ist Sado-maso? Wo beginnt es, wo hört es auf? SM bedeutet Unterwerfung und Schmerz, und das mit einem breiten Spektrum. Für mich beginnt das schon beim Knutschfleck. Oder, mein erster Mann war Engländer. In den Internaten haben die einander den Hintern versohlt.

Das komplette INterview lesen Sie im neuen WOMAN