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Edith Klestil: Die vergessene erste Ehefrau

Mit dem Tod ihres Exmannes kam die ehemalige First Lady wieder ins Rampenlicht. WOMAN zeigt, was ihr geblieben ist.


Edith Klestil: Die vergessene erste Ehefrau
© Kammeter

Wer dieser Tage nicht ihre ganz private Nummer hat, wird sie nicht erreichen. Edith Klestil ist verreist. Wohin genau, wissen nicht einmal die besten Freunde, doch der Ort macht auch keinen Unterschied. Denn wo immer die ehemalige „First Lady“ gerade Ruhe und Besinnung sucht, wird sie dieselben Begleiter haben: viele Erinnerungen und viele Fragen.

Das Ringen um Antworten bleibt ihr allein. Denn der Mann, den sie betreffen, kann nicht mehr helfen. Thomas Klestil starb am 6. Juli an Herzversagen.

Erinnerungen. „Sie macht gern lange Spaziergänge“, meint eine Freundin. Und man sieht sie direkt vor sich, die 71-jährige Edith Klestil, wie sie in einsamer Landschaft nach „Seelenbalsam“ sucht. Wie sie in unparteiischer Natur die Vergangenheit Revue passieren lässt und letztlich nur an dem hängen bleibt, was wirklich wichtig war. Das wird nicht das so genannte Staatsprotokoll sein. Nicht die Frage, ob es eine oder zwei Witwen gibt und auch nicht die Diskussion über den Unterhalt. Was Edith Klestil vor sich sehen wird, ist ein Leben, das sie 41 lange Jahre mit einem Mann teilte. Er war Bundespräsident, sicher, aber für sie war er vor allem eines: ihr Lebensmensch.

Als sie ihn 1957 heiratete, hieß sie noch Wielander und arbeitete als Verkäuferin bei Palmers, damals ein top-chicer Beruf. Er, Sohn eines Straßenbahners, wollte hoch hinaus. Keine Frage, dass sie, die schon verdiente, sein Studium mitfinanzierte. Wenn man für ein Leben zusammengehören will, bringt man solche Opfer. Keine Diskussion auch, dass sie zurücksteckte, als er beruflich abhob.

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