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(M)ein ganzer Tag mit PMS

Die Periode schlimm? Blödsinn. Die Tage DAVOR, die sind die Hölle! Ich erzähle euch, was dieses beschi**ene PMS von morgens bis abends mit mir macht.

von

Ein ganzer Tag mit PMS

Himmelhoch jauchend und zu Tode betrübt... Danke PMS!

© WOMAN

Schlechte Laune, Depression, Blähbauch und Kopfschmerzen... in den Tagen vor meinen Tagen keine Seltenheit. Damit man (und ich meine hier vor allem MANN) nachvollziehen kann, wie es Frauen, die unter dem Prämenstruellen Syndrom leiden, wirklich geht, möchte ich euch gerne meinen heutigen Tag schildern. Und JA: Ich habe gerade PMS. Und jetzt lass mich in Ruhe!

7.00 Uhr
Mein Wecker klingelt, ich drücke auf Snooze. Er klingelt noch einmal. Und noch einmal. Ich kann nicht aufstehen, weil ich so müde bin, als wäre ich gestern einen Marathon gelaufen. Es geht einfach nicht.

7.30 Uhr
Beim Blick in den Spiegel erreiche ich mein Tagestief, juhuuu. Was ist DAS?? Meine Haut sieht aus, als wäre ich über Nacht wieder 14 geworden. Ich will weinen.

8.00 Uhr
Ich erkenne, dass ich nur hässliche Klamotten besitze. Wie konnte ich jemals denken, dass ich gut in diesem Pulli aussehe? Und seit wann passe ich nicht mehr in meine Röhrenjeans? Aua, der BH drückt...

8.15 Uhr
Ich verlasse die Wohnung.

8.20 Uhr
Ich komme zurück in die Wohnung, weil ich bemerkt habe, dass ich keine Kontaktlinsen trage.

8.30 Uhr
Ich kann nun sehen. Die Leute in der U-Bahn starren mich an. Wahrscheinlich weil sie meine unreine Haut sehen oder den Fettfilm in meinem Gesicht. Oder den Fettfilm in meinen Haaren. Sie alle finden mich hässlich und bemitleidenswert.

9.00 Uhr
Ich komme in der Redaktion an. Ich stinke nach Rauch vom Coffee Shop im Erdgeschoss. Habe einen Café Latte in der Hand, alles wie immer.

9.30 Uhr
Ich habe Hunger. Lust auf was Süßes. Ich hol mir einen Muffin vom Coffee Shop. Ich fühle mich 2 Minuten danach großartig, dann aber fällt mir ein, dass Schokomuffins dick machen und man damit keinen Freund findet. Esse nun ein gratis Joghurt.

12.00 Uhr
Habe schon wieder Hunger. Keiner will mit mir zum Stewart essen gehen. Ich fühle mich einsam.

14.00 Uhr
Meeting. Bin noch immer auf die anderen beleidigt, weil sie nicht mit mir essen waren. Ich spreche mit keinem.

15.30 Uhr
Bekomme ein schlechtes Gewissen, weil ich mit den anderen nicht gesprochen habe. Gehe in den Coffee Shop und kaufe ihnen einen Muffin. Diese lehnen ab, weil sie auf Diät sind. Ich esse die drei Muffins also alleine. 6 Minuten Glück, danach Depression. Ich werde nie einen Mann finden.

17.00 Uhr
Ich habe einen Blähbauch. Der Bh drückt auch noch immer. Trotzdem mag ich was essen. Hol mir eine Banane aus dem Kühlschrank. Schäle sie und finde Bananen plötzlich irgendwie unappetitlich.

17.05 Uhr
Esse die Banane trotzdem. Mein Bauch droht zu explodieren. Meine Brüste ebenfalls. Ich will endlich heim.

18.30 Uhr
Gehe endlich nach Hause. Die Kollegin grüßt mich freundlich und wünscht einen schönen Abend. Ich hasse sie. Aber nur bis zum Aufzug. Dann tut es mir Leid, dass ich sie kurz gehasst habe und ich spüre Reue.

19.00 Uhr
Habe eigentlich keinen Hunger, aber es ist Zeit fürs Abendessen. Mache mir Käsebrote.

19.30 Uhr
Esse das 5. Käsebrot und erinnere mich daran, dass auch diese neben Schokolade dick machen und man damit keinen Freund findet. Das 6. Käsebrot esse ich nun trotzdem noch auf. Es schmeckt salziger als die anderen, wegen der Tränen.

20.30 Uhr
Mir fällt ein, dass ich die neue Folge von "Willkommen Österreich" noch nicht gesehen habe. Ich streame sie online. Grissemann stänkert umher - das macht mich froh. Er hasst Menschen. Fühle mich mit ihm verbunden.

21.30 Uhr
Gehe auf standard.at - sehe als erstes gleich ein Bild von Strache. Absoluter Tagestiefpunkt.

22.00 Uhr
Mein Gschpusi fragt, ob er noch vorbeikommen soll. Ich denke kurz nach. Denke ans Löffeln, lehne dann aber ab. Zu groß ist der Blähbauch, zu pickelig das Gesicht.

22.30 Uhr
Ich lege mich ins Bett. Checke meine Menstruationsapp, um herauszufinden, wie lange dieser beschissene Zustand noch anhält. 2 Tage dann kommt endlich meine Periode. Kaum zu glauben, ich freue mich mehr darauf, als ein Kind aufs Christkind.

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