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Erfolgreich im Teilzeitjob

Chance: Nicht alle Teilzeitjobs bedeuten einen Abstieg auf der Karriereleiter. Was Firmenchefs meinen. Und: Wie Sie in Ihrem Job „halbtags“ durchstarten.


Erfolgreich im Teilzeitjob
© Stögmüller

Jeden Tag stehen berufs-tätige Mütter vor derselben Zerreißprobe: Tagsüber fordert sie ihr Fulltime-Job, abends, am Wochenende und wann immer eine Minute Zeit zwischendurch da ist, Haushalt und Kinder. Doch es gibt eine Möglichkeit, Job und Familie unter einen Hut zu bringen, und zwar koordiniert: Das Zauberwort lautet Teilzeit! Sie verbringen die eine Hälfte des Tages bei der Arbeit, die andere bei den Kindern.

Teilzeit-Boom. Tatsächlich steht die Teilzeitvariante hoch im Kurs. 90 Prozent der österreichischen Frauen wünschen sich laut einer aktuellen Studie mehr und bessere Möglichkeiten, Kind und Karriere zu vereinbaren.

Der Trend ist weiblich: 85 Prozent der schon 670.000 Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Über ein Drittel der Frauen, aber nur vier Prozent der Männer arbeiten weniger als 36 Wochenstunden.

Was auf den ersten Blick als tolle Möglichkeit zur Vereinbarkeit von Beruf und Kindern anmutet, birgt bei näherem Hinsehen aber gehörige Tücken. Sind doch die meisten Teilzeitbeschäftigten im Handel und in Dienstleistungsberufen zu finden – und viele dieser Jobs werden schon seit jeher schlecht bezahlt. Kaum verwunderlich, dass bei weniger Wochenstunden unterm Strich noch weniger übrig bleibt – von guter sozialer Absicherung ganz zu schweigen.

Außerdem sind die Aufgaben in Halbtagsjobs meist wenig anspruchsvoll: Nur 15 Prozent der weiblichen Teilzeitbeschäftigten arbeiten in höheren, hochqualifizierten oder führenden Positionen. Hauptproblem fürs Karriere-Barometer: Je verantwortungsvoller der Job, desto mehr Zeit muss man laut Aussage der meisten Firmenchefs investieren. Logische Folge: Die Aufstiegschancen sind meist begrenzt bis nicht vorhanden. Und der Wechsel auf Vollzeit ist häufig nicht möglich.
Halbtags „ganz nach oben“. Aber es geht auch anders. Für die amtierende „Business Woman of the Year“ war der Teilzeitjob immerhin der Startkick zu einer steilen Karriere: Claudia Oszwald, vierfache Mutter und Österreich-Chefin des Moderiesen H&M, avancierte von der Aushilfskraft im Shop zur Fulltime-Chefin an der Spitze. Dank ihres außerordentlichen Engagements und der familienfreundlichen Unternehmenskultur von H&M.

20-Stunden-Chefin. Manuela Werny, Geschäftsführerin der Wiener Personalberatungsfirma „Globe“, beweist, dass eine Teilzeitstelle sogar in der Chefposition dem Firmenerfolg keinen Abbruch tut. Mit der Geburt ihres ersten Sohnes Sebastian, heute 16 Monate, setzte die 32-Jährige ihre Arbeitszeit auf
nur 20 Wochenstunden herab. „Anfangs meinte jeder, dass ich das nicht schaffen werde“, lacht sie heute.

Denkste – Manuela Werny managt den Betrieb perfekt, auch wenn sie nur mehr an zwei Wochentagen im Büro ist: Montags und mittwochs von 10 bis 18 Uhr und freitags kommen vier Stunden im Home-Office dazu. „Der Rest gehört meiner Familie.“

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