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Fernost-Methode: Harmonie mit Taiji

Schattenboxen: Taiji-Profi Bai Lin zeigt, wie Sie mit einfachen Übungen Ihren Energiehaushalt und Ihre Gesundheit optimieren.


Fernost-Methode: Harmonie mit Taiji
© Pröll

Noch kann die Dame unerkannt durch die Wiener Straßen bummeln. Das wird sich ändern. In Bälde avanciert die Austrochinesin Bai Lin, 30, nämlich zur Vorturnerin der Nation. Ab März wird die anmutige Asiatin das Land via „Willkommen Österreich“ (ORF 2) in die Grundlagen des Taiji (alte Schreibweise: Tai Chi) einweihen.

Nicht, dass dieser Sport, auch Schattenboxen genannt, ein völlig neuer Stern am Fitnesshimmel wäre. Die Schwellenangst der Österreicher, diese fremdartige Bewegungsform, zu Deutsch „Kämpfen nach dem Yin-Yang-Prinzip“, zu erlernen, war bisher aber groß. Denn die meisten waren mit den 24 verschiedenen, mehrteiligen Figuren grenzenlos überfordert. Und wenn sie sich dennoch darüber wagten, waren das Ergebnis oft hölzerne, kantige Bewegungen statt schwereloser Eleganz.

Light-Version. Bai Lin und ihre Familie haben sich deshalb daran gemacht, den traditionsreichen chinesischen Volkssport für jene, die ihn nicht mit der Muttermilch aufgesogen haben, drastisch zu vereinfachen. Das Ergebnis zeigt der ORF in den nächsten Wochen im Vorabendprogramm.

Der Breitenwirksamkeit von Schattenboxen steht damit nichts mehr im Wege.
Für WOMAN gab Bai Lin vorab eine kleine Kostprobe.

„Ursprünglich war Taiji eine Kampfkunst“, erzählt die angehende Schul- und Chinamedizinerin, „deren Grundprinzip es war, dass weiche, runde Bewegungen auch sehr kraftvollen Angriffen trotzen können.“ Mit der Entwicklung moderner Waffen verlor der Verteidigungsaspekt aber zusehends an Bedeutung, und
Taiji wandelte sich mehr und mehr zum Volkssport. Heute kann der Chinabesucher Menschen zu jeder Zeit und überall bei den anmutgen Drehungen, Gewichtsverlagerungen und zeitlupenartigen Schritten und Tritten beobachten.

Die ganze Story und alle Übungen finden Sie im neuen WOMAN