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Fernostmedizin: Die Heilkunst der Tibeter

Tibetische Medizin: Die jahrtausendealte Heilkunst vom „Dach der Welt“ hält jung und beugt vielen Krankheiten vor.


Fernostmedizin: Die Heilkunst der Tibeter
© Wasserbauer

E uropa befand sich noch im tiefsten Mittelalter, als im Himalaja-Hochland im achten Jahrhundert der erste Medizinkongress stattfand. Anwesend waren Kapazunder der alten Inder, Perser und Chinesen. Am Ende übernahm das Gastgeberland die überzeugendsten der unterschiedlichen Therapien: Geboren war die Tibetische Medizin.

Im Westen kennt man die tibetische Heilslehre hauptsächlich wegen der allseits beliebten Relaxtechnik der „Fünf Tibeter“. Ihre Anhänger schwören darauf, dass die einfachen Übungen bei regelmäßiger Anwendung die Haut straffen und glätten, das Aussehen verjüngen und allen Krankheiten vorbeugen.

Dass von den anderen Lehren so wenig in die restliche Welt drang, liegt nicht zuletzt an der politischen Situation Tibets: Teile der Bevölkerung, darunter auch das geistige Oberhaupt des Landes, der Dalai Lama, flohen in den letzten Jahrzehnten vor den chinesischen Besatzern.

Zusammenspiel. Westliche Wissenschaftler untersuchten die Wirkung der Tibetischen Medizin seither in etlichen Studien. So gelang der Nachweis der durchblutungsfördernden, immunstärkenden, ja sogar aufmunternden Wirkung von „Padma 28“, einer Mischung aus über 20 Kräutern.

Die braunen Pillen gelten als „tibetisches Aspirin“ und sind das bei weitem bekannteste Heilmittel aus dem Land des Dalai Lama. Seine Beliebtheit bei uns ist kein Zufall: Die Tabletten werden nach Originalrezepten von einer Schweizer Firma hergestellt – unter der Ägide eines Österreichers.

Was das Besondere an dieser Heilkunst ausmacht? Anders als in der westlichen Schulmedizin wird nicht auf große Mengen eines einzigen Wirkstoffs gesetzt, sondern auf kleine Dosen und auf das Zusammenspiel Dutzender verschiedener Kräuter. Mit der Folge, dass man sich um Nebenwirkungen nicht zu sorgen braucht.

Energieschwerpunkt. Anders als im Abendland ist auch das Verständnis von Krankheit. „Am Anfang steht ein Energieproblem“, so Andrea Überall, 41, tibetische Therapeutin im Tiroler Telfs. Ähnlich wie bei der indischen Ayurveda-Lehre gilt der Mensch als von drei Energietypen bestimmt, die Wind, Galle und Schleim genannt werden.

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PLUS: Drei Energietypen, ihre Risiken und welche Kost ihnen gut tut