Ressort
Du befindest dich hier:

Fett weg: Spritze oder Saug-Kanüle?

Saugen oder schmelzen? WOMAN fragt Experten, auf welche Art sie Fettdepots zu Leibe rücken.


Fett weg: Spritze oder Saug-Kanüle?
© Stemmer

Schlank werden ohne quälende Diät, ohne lästigen Sport? Zehntausende Österreicherinnen legen sich jedes Jahr für diesen Traum „unter die Kanüle“. Aber auch wenn die Ergebnisse der Fettabsaugung überwiegend erfolgreich sind und die Methoden immer weiter verbessert werden, bleibt doch das Restrisiko von Narkose und Operation. Und ganz billig ist es auch nicht. Kein Wunder, dass vor einigen Monaten eine neue „Fett-weg-Spritze“ Schlagzeilen machte. Wie ein Kinderspiel sollte es sein, mit dieser Methode überflüssiges Fett einfach aufzulösen – und das ganz ohne chirurgischen Eingriff. Aber geht das wirklich so einfach? Und wenn ja, bei welchen Problemen? Wird die Fett-weg-Spritze die Fettabsaugung vielleicht einmal ganz verdrängen? WOMAN sprach sowohl mit Ärzten, die für die Kanüle plädieren, sowie Medizinern, die auf die Fetteinschmelzung mittels Spritze (Fachjargon Injektionslipolyse) schwören.

Richtige Technik. Vorweg gleich der grundlegende Unterschied der beiden Methoden: Mit der Fett-weg-Spritze (ein Wirkstoff aus der Sojabohne) können nur sehr kleine Areale behandelt werden und nicht wie bei der Fettabsaugung ganze Körperregionen. Da sind sich alle Ärzte einig. Mit der Injektionslipolyse kann man Fettansammlungen wie Doppelkinn oder Winz-Bäuchlein zu Leibe rücken, während man mit der Kanüle doch zwischen drei und sechs Liter Fett, je nach Methode, absaugen kann. Deshalb ist Dermatologin Hajnal Kiprov, die mit beiden Methoden Erfahrungen gesammelt hat, auch sicher: „Die Injektionslipolyse wird die Fettabsaugung nicht verdrängen, sondern ergänzen.“ So wirkt sie angeblich auch bei Cellulite, gegen die man mit Fettabsaugen nicht viel ausrichten kann. So harmlos wie oft angepriesen ist die kleine Injektion, die Fettzellen zum Platzen bringt und über den Stoffwechsel ausscheiden lässt, allerdings auch nicht. Fachärztin Doris Grablowitz, eine begeisterte Anwenderin der „Spritze“, muss vor allzu lässigem Gebrauch warnen: „Das Mittel darf auf gar keinen Fall zu tief – in Nerven oder Muskeln – eingespritzt werden. Es könnte zu gefährlichen Reaktionen kommen!“ Nur wenn die Spritze von geübter Hand verabreicht und die richtige Mixtur verwendet wird, seien kritische Nebenwirkungen ausgeschlossen.

Die ganze Story lesne Sie im neuen WOMAN