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First Interview: „Ich bin ein Frauenfreund“

Berührungsängste hat der seit sechs Wochen amtierende Bundespräsident sichtlich keine. Ein lockeres „Hallo“ zur Begrüßung, ein kurzes Zurechtrücken der Krawatte für die Fotografin, und die zu seiner Pressesprecherin und zu sich selbst gemurmelte Bemerkung: „Zu Weihnachten könntets mir einmal eine Krawattennadel schenken.“ Dann verweist Heinz Fischer, 65, die Besucher noch auf einen Korb Marillen, unweit seines Schreibtisches: „Wollen S’ eine? Bedienen Sie sich, bitte!“ Geschenk der Wachauer Marillenkönigin. Wir hätten gern zuerst ein Interview – und nachher vielleicht ein paar Marillen. Der Präsident ist einverstanden.


First Interview: „Ich bin ein Frauenfreund“
© Stemmer

Woman: Herr Bundespräsident, möchten Sie offiziell als Präsident oder lieber als Herr Dr. Fischer angesprochen werden?
Fischer: Bleiben wir jetzt einmal bei Dr. Fischer.
Woman: Was macht denn Ihrer Meinung nach einen frauenfreundlichen Präsidenten aus?
Fischer: Wenn man ein partnerschaftlicher Mensch ist, und ich glaube, dass ich das bin, dann ist man automatisch auch ein frauenfreundlicher Präsident. Da brauche ich in keine neue Rolle zu schlüpfen. Ich glaube, frauenfreundlich zu sein.
Woman: Wie äußert sich das im täglichen Umgang mit Frauen?
Fischer: Ich komm sehr gut mit Frauen aus und habe großen Respekt vor ihren Leistungen.
Woman: Wie hoch ist die Frauenquote in Ihrem Büro?
Fischer: Außer meinem Pressesprecher Bruno Aigner sind meine engsten Mitarbeiter ausschließlich Frauen. Mehr als je zuvor in der Präsidentschaftskanzlei waren.
Woman: Ihrer Einschätzung nach: Bekommt Österreich zuerst eine Bundespräsidentin oder eine Bundeskanzlerin?
Fischer: Das hängt davon ab,
wie gut und wie qualifiziert
die Frau ist, die für die Hofburg oder den Ballhausplatz kandidiert. Ich glaube nicht, dass eine der beiden Funktionen frauenaffiner ist.
Woman: Wie man gesehen hat, ist Österreich noch nicht reif für eine Frau als Präsidentin ...
Fischer: Ich will jetzt nicht
in den Wahlkampf zurückblenden, aber das empfinde ich nicht so. Die Österreicher haben zwischen zwei Personen gewählt. Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Frau in Österreich auch erfolgreich für das Amt des Präsidenten kandidiert.

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