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Frauen in die Top-Etagen! Nur 8 Prozent von Österreichs Bossen sind weiblich.

In den Chefetagen umsatzstarker Großbetriebe weht ein eisiger Wind. Wer’s bis dorthin geschafft hat, auf den wartet zwar ein herausfordernder Job, aber eben auch Einfluss, Anerkennung, Geld und vielleicht sogar Ruhm und Ehre.


Frauen in die Top-Etagen! Nur 8 Prozent von Österreichs Bossen sind weiblich.
© Jantzen

Frauen die Ausnahme. Die traurige Wahrheit aber ist: Von der zweiten Führungsebene abwärts sind Frauen zwar mittlerweile gut vertreten, in der ersten Führungsetage sind sie aber immer noch rar, wie eine neue Studie des Spectra-Instituts belegt. Nur acht Prozent der heimischen Firmenchefs auf Vorstands- und Geschäftsführungsebene sind weiblich. Von allen Spitzenpositionen (Geschäftsführung, Vorstand, Prokura und Aufsichtsrat) sind nur elf Prozent
in Frauenhand. Und: 39 Prozent der Großunternehmen haben keine einzige Frau in diesen Spitzenpositionen.

Am ehesten sind weibliche Managerinnen noch bei Banken und Versicherungen zu finden: Rund ein Drittel der Top-Positionen ist hier weiblich besetzt. Freilich: Der Großteil davon entfällt auf Prokuren. In Vorstand und Geschäftsführung sind Frauen wie Uniqa-Vorstand Elisabeth Stadler, BA-CA-Vorstand Regina Prehofer oder Schoellerbank-Vorstand Susanne Althaler auch in der Finanzwirtschaft noch allein auf weiter Chefetagenflur.

Teufelskreis. Solange die Chefsessel vor allem männlich besetzt sind, werden Frauen wohl nur spärlich nachfolgen. Denn die Rollenbilder sind in den meisten Betrieben nach wie vor konservativ. „80 Prozent der Firmenchefs wünschen sich männliche Führungsnachfolger“, sagt Studieninitiatorin Rosemarie Schuller vom Managerinnen-Netzwerk European Women’s Management Development Network (EWMD) Austria. Mit den Ergebnissen der neuen Managerinnen-Studie, die ab sofort jährlich als regelmäßiges Monitoring durchgeführt wird, wollen die Powerfrauen von EWMD Firmenchefs und Frauen wachrütteln und so das Bewusstsein für die Thematik schärfen. Denn: „Um mehr Frauen in die Top-Etagen zu bringen, müssen einerseits Unternehmen das weibliche Potenzial erkennen und den weiblichen Führungsnachwuchs födern“, sagt Schuller, „andererseits brauchen Frauen positive Vorbilder und mehr Mut, sich auch Führungspositionen zuzutrauen.“

Selbstzweifel sind nämlich typisch weibliche Karriereblocker. Bei Top-Gelegenheiten zögern Frauen oft lange – und dann ist schnell die Chance verpasst. „Durch ihr perfektionistisches Denken dürfen sich Frauen nicht einschüchtern lassen“, sagt Schuller. „An der Führungsaufgabe wachsen“ lautet die Devise auch für Frauen. Gute Karrierechancen räumt Schuller Frauen ein, die sich auch in Männerdomänen wie Finanzen, Controlling und Technik vorwagen.

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