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Frauenfalle ORF

Wo bleiben die Top-Ladys? Das größte Medienunternehmen des Landes hat nicht viel übrig für Frauen. „Stars“ werden abgesetzt, Chef-Positionen mit Männern besetzt. Warum, Frau Direktor?


Frauenfalle ORF
© Fish

Die Redaktionssitzungen der ORF- Erfolgsshow „Dancing Stars“ finden bei der Chefin persönlich statt. Fast täglich versammelt sich die sendungsverantwortliche Mannschaft um Generalintendantin Monika Lindner, 61, um Abläufe, Moderationen und Kostümauswahl zu besprechen. Glitzerstoffe, Farbauswahl, die Raffinesse der Abendroben bis hin zum tanztauglichen Design – jedes kleinste Detail der erfolgreichen Freitagabend-Show liegt der sonst so gefürchteten „eisernen Lady“ besonders am Herzen.

Die mächtigste Medienmanagerin des Landes und Chefin über knapp 3.000 Mitarbeiter nimmt sich außergewöhnlich viel Zeit für die Quotenshow: „Monika Lindner ist derzeit viel mehr leitende Redakteurin von ‚Dancing Stars‘. Den ORF leitet sie dafür umso weniger“, beschreibt ein Insider ihr aktuelles Engagement.

Fernab der glamourösen ORF-Tanzeinlagen liefert die Personalpolitik der „Herrin vom Küniglberg“ ein tristes Bild.

Kind als Karriereknick. Aktuell am auffälligsten: Kompetente und engagierte Moderatorinnen werden – kommen sie nicht flugs aus der Karenz zurück – nach der Babypause „verräumt“. Jüngstes Beispiel: Claudia Reiterer, 37. Die ehemalige Frontfrau des Politmagazins „Report“ verabschiedete sich im Juni 2004 – wegen Problemen in der Schwangerschaft früher als geplant – in die Karenz. Im Februar 2006 kehrt die News-Lady nach einem guten Jahr bei ihrem Sohn zurück. Ihren Job als „Report“-Moderatorin ist sie dann allerdings los. Reiterer will das nicht kommentieren, andere berichten aber von „massiven Ängsten schwangerer ORF-Mitarbeiterinnen, länger als die gesetzlich vorgeschriebene Wochenbett-Zeit fernzubleiben – so schnell kann man gar nicht schauen, ist man weg vom Fenster“.

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