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Haben Frauen mehr Talent …

Männer, aufgepasst! Eine neue Kampagne des Frauenministeriums soll Männer dazu animieren, endlich ihren Part bei Hausarbeit und Kindererziehung zu übernehmen. WOMAN bat vier Männer zur Diskussion.


Haben Frauen mehr Talent …
© Stemmer

Ein Post-it mit der Aufforderung „Trag mich runter“ keck auf dem überquellenden Mülleimer angebracht, soll Männer dazu auffordern, genau das zu tun, was der Frau im Haus und sicher auch dem Mistkübel jetzt am liebsten wär. Plakate, Free-Cards und ein Radiospot sollen Männer auf die Belastungen der Frauen aufmerksam machen und Frauen ermutigen, mehr auf ihre Bedürfnisse zu achten. Grund dieser Kampagne: 80 Prozent der unbezahlten Familienarbeit wird noch immer von den Frauen geleistet.

WOMAN wollte wissen, was Männer dazu sagen, und bat zur Diskussion: Johannes Berchtold, 45, Leiter der Männerabteilung im Familienministerium, ist verheiratet und Vater eines achtjährigen Sohnes. Seine Frau ist zuhause und übernimmt den größten Teil der Familienarbeit – „ich bringe unseren Sohn zur Schule, wische die Böden und putze die Fenster.“ Harald Werneck, 39, ist Psychologe an der Uni Wien, verheiratet mit einer Psychologin und Vater eines elf- und eines siebenjährigen Mädchens. „Meine Frau und ich arbeiten beide voll, wir haben keine Putzfrau und teilen uns Hausarbeit und Kinderbetreuung“.

Christoph Mahdalik, 42, ist viel beschäftigter Geschäftsführer einer Werbeagentur, lebt mit seiner Lebensgefährtin – „sie arbeitet von daheim aus an kleineren Projekten“ – und dem gemeinsamen achtjährigen Sohn zusammen. „Meine Partnerin ist für die Haushaltsführung zuständig, wir haben eine Putzfrau, ich kümmere mich intensiv um unseren Sohn, mache aber im Haushalt gar nichts.“ TV-Moderator Peter Tichatschek, 37, lebt mit seiner Freundin in einem gemeinsamen Haushalt. „Den Dreck, den ich mache, bringe ich in Ordnung. Für alles andere ist die Putzfrau zuständig.“

Woman: Was, glauben Sie, bringt die Kampagne den Frauen?
Berchtold: Es wird diskutiert, und das ist immer gut. Wenn sie auch eine Diskussion zwischen Männern und Frauen erzeugt, dann ist der Zweck erfüllt.
Werneck: Das Anliegen ist unterstützenswert. Optimal wäre es jedoch, wenn man Paaren ermöglichen würde, die Arbeit so aufzuteilen, wie sie es für sich in Ordnung finden. Die Optionen reichen von der traditionellen Rollenverteilung bis zur Rollenumkehr. Und dem, was dazwischen liegt.

Die ganze Diskussion lesen Sie im neuen WOMAN