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Hormone steuern Funktionen unseres Körpers, aber auch Gefühle & Empfindungen

Solange wir jung sind, haben wir jede Menge Energie, und eine lange Nacht mit wenig Schlaf macht uns nicht gleich um zehn Jahre älter. Zu verdanken ist das den ausreichend vorhandenen Hormonen. Mit den Jahren sinkt der Hormonspiegel jedoch unaufhaltsam, und mit 35 haben wir bereits bis zu 30 Prozent unserer – ebenfalls hormonabhängigen – Regenerationsfunktion verloren.


Hormone steuern Funktionen unseres Körpers, aber auch Gefühle & Empfindungen
© Rafaela Pröll

Die Auswirkungen von Hormonmangel – siehe Wechselbeschwerden – können sehr unangenehm sein. Und umso heftiger, je weniger man sich bewegt und je ungesünder man isst. Typische Folgen eines Defizits sind: ständige Erschöpfung, Depressionen, Schlafstörungen und Schweißausbrüche. Das Liebesleben verliert seinen Reiz, Haut und Haare werden trocken, das Bindegewebe gibt nach. Groß ist also die Verlockung, Schönheit und Jugend wiederherzustellen, indem man die Hormonreservoire auffüllt. Aber darf man das, und wenn ja, in welchem Maße? Die Hormonersatztherapie in den Wechseljahren ist ja bekanntlich sehr umstritten. „Das Arzt-Patienten-Gespräch und ein Hormonstatus“, so Gynäkologe und Endokrinologe Prof. Johannes Huber, „klären, ob eine Ersatzhormontherapie anzuraten ist oder ob man mit pflanzlichen Alternativen auskommen könnte.“ In jedem Fall, so Frauenarzt und Hormonspezialist Johannes Seidel, kommt es auf die richtige Dosierung an. Fein abgestimmt, können die Botenstoffe wahre Kraftspender sein. Ersetzt werden kann jedes Hormon. WOMAN bringt 25 Jungmacher im Überblick.

1. Die Kraft der eigenen Hormone
in schwung bleiben. Stubenhocker altern rascher und sind anfälliger für jede Art von Altersbeschwerden. Sie müssen nicht gleich zum Spitzensportler werden, aber ein regelmäßiges leichtes Ausdauertraining ist ein hervorragendes Anti-Aging-Mittel. Jede Form der Bewegung ist ein natürlicher Hormonkick. Dadurch sind Menschen, die regelmäßig Sport betreiben, biologisch um bis zu 20 Jahre jünger, als ihr Ausweis behauptet. Besonders günstig: Joggen, Yoga, Schwimmen, Radfahren und Tanzen.

2. Walnüsse fangen freie Radikale ein
Selen entgiftet. Die Walnuss enthält wertvolle Phytohormone, die auf das Abfangen von freien Radikalen im Blut und Gewebe spezialisiert sind. Das Spurenelement Selen, eines der wichtigsten Antioxidantien, schützt vor Infektionskrankheiten, Herzinfarkt und Krebserkrankungen.
n Tipp. Selen steckt auch in Kartoffeln, Reis, Roggen, Seefisch, Eiern und Huhn.

3. Nahrung umstellen
Ganz wichtig! Denn der Alterungsprozess kann mit der richtigen Ernährung verzögert werden.Mit jedem einzelnen Bissen erfolgt auch ein kleiner Eingriff in die Balance der Hormone, d. h., man kann durch Ernährungsumstellung auch die hormonelle Situation günstig beeinflussen. Isoflavone (u. a. in Soja) und Flavonoide (u. a. in Weintrauben) bekämpfen zum Beispiel die größten Feinde des „Successful Aging“, den oxidativen Stress (freie Radikale) und Entzündungen im Körper.

4. Östrogen.
Das weibliche Geschlechtshormon sorgt nicht nur für den Ablauf des Zyklus, sondern auch dafür, dass unsere Knochen stabil bleiben, die Arterien nicht verkalken und wir psychisch ausgeglichen sind. Das Hormon mindert durch seinen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte zudem das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall.

5. Melatonin
Das in der Zirbeldrüse produzierte „Gute-Nacht-Hormon“ sorgt für guten Schlaf und ist ein Zauberhormon für Jugend: Es kann den Alterungsprozess verzögern, da es die Zellteilung verlangsamt.

6. Testosteron
Das männliche Geschlechtshormon, auch bei Frauen Teil der Hormonbalance, steigert die körperliche Leistungsfähigkeit, schützt das Immunsystem, festigt die Knochen, sorgt für Muskeln und macht vor allem Lust auf Sex. Zu viel des Guten kann jedoch zu vermehrter Körperbehaarung (Damenbart) und tiefer Stimme führen.

7. Progesteron
Das Gelbkörperhormon wird in den Nebennieren gebildet, bei Frauen auch in den Eierstöcken und der Plazenta. Es sorgt für ein festes Bindegewebe, schützt vor Besenreisern, Krampfadern und Falten und fördert den Schlaf. Außerdem bereitet es die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor und kurbelt die Produktion von Muttermilch an.

8. Isoflavone
Sie können vor hormonabhängigen Krebsarten, wie Brust- und Gebärmutterkrebs schützen. Rotklee, der die meisten Isoflavone aufweist, gibt es als Extrakt (siehe Bild). Er enthält östrogenähnliche Stoffe, die positiv auf Knochen und Gehirn wirken und für Wohlbefinden in den Wechseljahren sorgen.

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