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Job & Kind. Eine Frage der Organisation?

Ab dem ersten Kind wird alles anders. Das wussten schon unsere Mütter, die uns jetzt im Idealfall die Stange halten, wenn es im Job einmal gröbere Turbulenzen gibt.
Unterstützung tut jedenfalls Not – denn sobald eine Mama in den Beruf zurückkehrt, stehen den zärtlichen Momenten mit dem Baby nicht mehr „nur“ schlaflose Nächte und endlose Wickelorgien gegenüber, sondern auch noch Business-Termine, unflexible Chefs und Engpässe bei der Kinderbetreuung.


Job & Kind. Eine Frage der Organisation?

Im gleichen Boot. Gut zu wissen, dass man nicht alleine ist: 934.000 Working Mums haben in Österreich Job und Kinder unter einen Hut zu bekommen. Dabei entfallen knapp zwei Drittel ihrer wöchentlichen Gesamtbelastung auf Kinderbetreuung und Haushalt. Männer hingegen buttern den Großteil in den Job – und opfern diesen Bereichen nur ein Fünftel ihrer Zeit.

Der Ehemann von Astrid Wecht zum Beispiel ist als fulltime beschäftigter Business-Development-Manager beruflich viel im Ausland unterwegs. Die 38-Jährige selbst hingegen arbeitet nur 20 Wochenstunden als Projektmanagerin in einer Wiener Web-Agentur. Ein kundenorientierter Job, der es nicht erlaubt, jeden Tag pünktlich den Bleistift fallen zu lassen. Dabei liebt die Jungmutter ihren Beruf – und will ihn stets auf höchstem Niveau erfüllen.

Im Einsatz. Das klappt gut, solange Söhnchen Luis, 3, am Vormittag betreut ist. Spätestens um 14.00 Uhr aber geht die Hetzerei in den Kindergarten los. „Wird es einmal noch viel später, muss spontan die Oma einspringen.“
Ansonsten bleibt die gestresste Mama auch am Nachmittag für ihre Firma auf Abruf, denn „nur so kann ich alles schnell und professionell erledigen“. Knackpunkt: „Wenn sich die Anrufe häufen und der Stresspegel steigt, bekommt das auch mein Sohn zu spüren. Und spätestens dann ist das schlechte Gewissen da.“

Ein typisch weiblicher Fehler, meint die Wiener Work-Life-Balance-Expertin Christa Einsiedler: „Wer immer alles gleichzeitig erledigen will, kann sich nie auf eine Sache voll konzentrieren. Das Gefühl zu scheitern kommt unweigerlich.“ Außerdem: Vom Sinn der Teilzeitarbeit bleibt so auch nichts mehr. „Es empfiehlt sich, mit dem Chef ein bis zwei Stunden pro Tag zu vereinbaren, in denen man auch am Nachmittag erreichbar ist. Ansonsten bleibt das Handy aus.“

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