Ressort
Du befindest dich hier:

Karriere auf der ganzen Welt

In der Mittagspause über die Piazza Navona schlendern, abends einen Eiskaffee vor der Spanischen Treppe schlürfen, am Wochenende einen Badetrip ans Meer einlegen und zwischendurch in den hippsten italienischen Designerläden shoppen. Klingt ganz nach südländischer Lebenslust – und vor allem nach Urlaub in Rom.


Karriere auf der ganzen Welt

Doch immer wenn Gabriele Benz der Dolce Vita frönte, war von längerer Auszeit keine Spur. Denn der Arbeitsplatz der Kosmopolitin war 25 Jahre lang stets da, wo andere Urlaub machten: auf den Kanarischen Inseln, in der Schweiz, in Prag – und eben in Rom.

Andere Länder, andere Sitten. Groß war die Freude, als ihr dort aufgrund ihrer internationalen Erfahrungen in der Hotellerie erstmals die Geschäftsleitung des Fünfsternehotels „Raphael“ mitten in der römischen City angeboten wurde. Doch kaum hatte Benz die Chefetage des efeuumrankten First-Class-Hotels bezogen, erlitt sie auch schon den ersten Kulturschock. „Eine halbe Stunde nach Dienstbeginn verschwanden die ersten Mitarbeiter in die nächste Espressobar“, erinnert sie sich, „in der Schweiz wäre so etwas undenkbar – dort arbeiten die Menschen äußerst diszipliniert und effizient.“ Doch schon bald begriff die Zuwanderin, dass gesellige Cappuccino-Pausen im italienischen Business zum Usus gehören. „Von da an war ich selbst jeden Morgen mit dabei.“
Sich integrieren lernen. Völlig richtig gehandelt, meint Headhunterin Nathalie Ecker von Signium International, denn bei einem Auslandsaufenthalt gehe es nicht nur darum, Sprachkenntnisse zu perfektionieren oder sich alleine in der neuen Stadt zurechtzufinden: „Das Zusammenarbeiten mit anderen Kulturen weitet den Blickwinkel und schult die Bereitschaft, sich anzupassen.“

Karrierefaktor Ausland. Auch für Andrea Maller, Vorständin der Hypo Alpe-Adria Bank in Kärnten, gab der Marsch in die Ferne den entscheidenden Karriere-Kick: 31-jährig wurde die BWL-Absolventin aus mehreren hundert Bewerbern für ein zweijähriges Auslandstrainee-Programm der Bank Austria ausgewählt und durchlief in diesem Rahmen diverse Praxis-Seminare und „learning on the job“-Stationen in den Auslandsabteilungen in Frankfurt und London.
Ein klassischer Weg, um eine Auslandskarriere zu starten, sagt Ecker: „Solche Trainee-Programme werden von den meisten internationalen Konzernen angeboten. Ziel ist, den qualifizierten Nachwuchs von der Pike auf in Jobs außerhalb des Heimatlandes einzuschulen.“

Mallers eigentliche Chance aber kam, als sie der damals neu gegründeten Bank Austria Slovakia in Bratislava als Mitarbeiterin der Kreditabteilung zugeteilt wurde. Sie sollte fünf Jahre lang am Aufbau der ersten slowakischen Filiale wesentlich beteiligt sein.

Klar, dass die Startphase einer Firma in einem aufstrebenden Wirtschaftsland Newcomern unvergleichliche Möglichkeiten bringt. „Man kann von Anfang an mit seinen Ideen voll mitwirken“, sagt Maller. Und siehe da – innerhalb eines Jahres war sie zur Leiterin des Risk-Managements avanciert.

Plus für die Persönlichkeit. Nicht nur aus fachlicher Hinsicht hebt ein Auslandsaufenthalt den Marktwert im Rennen um den besten Job erheblich.
Was viel wichtiger ist: Er macht vor allem persönlich stark. Headhunterin Ecker: „Wer sich woanders durchsetzen kann, schafft es in der Heimat erst recht. Diese Zielstrebigkeit ist im Business sehr gefragt. “

Die ganze Story lesen Sie in der neuen WOMAN

Thema: Karriere