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Kinesiologie: Die Sprache der Muskeln

Wussten Sie, dass Ihre Körperkraft beeinträchtigt ist, sobald Sie an eine stressige Situation denken? Dass Ihre Schultermuskeln schwach werden, wenn Sie ein Nahrungsmittel im Mund haben, das Ihnen nicht gut tut?


Kinesiologie: Die Sprache der Muskeln
© Haiden

Diese Beobachtung nützt die Kinesiologie (griechisch: Lehre von der Bewegung), um Belastungen für den Organismus zu orten. Sei es in Form von Fehlhaltungen, unverträglichen Substanzen oder organischen Schwachstellen. „Wir können damit Probleme erkennen, bevor sich ernsthafte Erkrankungen daraus entwickeln“, beschreibt die Allgemeinmedizinerin und Kinesiologin Elisabeth Schiner den Vorteil der Methode.

Was aber nicht heißt, dass ihre Patienten ohne Beschwerden in die Praxis kommen. „Die meisten leiden unter hartnäckigen Befindlichkeitsstörungen, also Beschwerden ohne organischen Befund. Das reicht von Darmproblemen über Schlafstörungen bis zur Migräne.“

Kräftemessen. Wer zum Kinesiologen geht, durchläuft zunächst einmal einen Muskelfunktionstest, das Herzstück der Methode. „Der Patient drückt gegen den Widerstand des Therapeuten“, so Schiner, Kinesiologin seit über 15 Jahren. „Dieser übt in exakt gleicher Stärke einen Gegendruck aus und erhöht ihn dann ganz kurz minimal.“ Die entscheidende Frage ist: Hält der Patient dem Gegendruck stand oder nicht? Jeder Muskel ist dabei einem Organ zugeordnet. Reagiert etwa der Deltamuskel am Oberarm „schwach“, lässt sich daraus schließen, dass die Lunge ein sensibler Punkt ist. Was noch nicht bedeutet, dass eine Krankheit im schulmedizinischen Sinne vorliegen muss. „Sehr wohl aber, dass es einmal dazu kommen könnte.“

Der Muskelfunktionstest kann aber mehr, als nur überprüfen, wie „fit“ die Organe sind. Das Verfahren spürt alles auf, was den Organismus stresst. Und überprüft gleichzeitig, welche Therapieform optimal passt.

Des Übels Wurzeln. Was in der Schulmedizin als Belanglosigkeit abgetan wird, gilt in der Kinesiologie oft als potenzieller Störfaktor. Das beste Beispiel dafür sind Narben, die Energie rauben und als Mitverursacher chronischer Krankheiten gesehen werden. Vor allem jene am Kopf gelten als problematisch, aber auch eine einfache Blinddarm-Narbe kann zu Kopf- und Nervenschmerzen führen.

Ergibt der Muskelfunktionstest also, dass die Narbe stört (der Patient greift sich dazu während der Untersuchung auf die fragliche Stelle), geht es ans „Entstören“.

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