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Medien: Teure Visionen

Millionärstochter Sandra Grünberger, 23, hat sich beim Wiener Privatsender Puls TV eingekauft, um sich ihren großen Traum zu erfüllen.


Medien: Teure Visionen
© PulsTV

Im Hof des Wiener MuseumsQuartiers, da, wo sich junge Fernsehmacher nach einem anstrengenden Arbeitstag bei einer Zigarette den neuesten Tratsch erzählen, ist es still geworden. Ehrlich geredet wird nur hinter vorgehaltener Hand. Nicht weil es draußen so kalt ist, sondern weil jetzt alle wissen, dass die dunkelhaarige Kollegin aus dem Marketing, die sich gern dazugesellt, eigentlich keine Kollegin ist – sondern die Chefin. Und viele tun sich schwer damit, weil sie nicht wissen, ob sie sich ihr gegenüber so verhalten sollen wie noch vor vier Wochen.

Mut zur Wahrheit. Da war Sandra Grünberger, 23, in der Öffentlichkeit ein No-Name. Ein unscheinbarer Twen. Eine von vielen enthusiastischen Mitarbeiterinnen beim neuen Wiener Stadtfernsehen Puls TV. Doch seit bekannt ist, dass sie die geheime Geldgeberin des TV-Unternehmens ist und über „einen nennenswerten Anteil, aber weniger als fünfzig Prozent“ verfügt, muss die junge „Medienmogulin“ schneller erwachsen werden, als ihr lieb ist. Die Tochter von Immobilienmulti und Schöps-Gründer Leopold Böhm weckt zurzeit nämlich nicht nur das Medieninteresse, sondern auch Missgunst – schließlich mischt nicht alle Tage eine 23-Jährige bei wichtigen Mediengeschäften mit.

Im Kreuzfeuer der Kritik. Die Presse nimmt sie in die Mangel: Wie sehr muss man Papi schmeicheln, damit er einem einen eigenen Fernsehsender kauft? Weiß das Mädchen überhaupt, was es meint, wenn es vom „Shareholderkreis“ spricht wie andere Altersgenossinnen vom Schlussverkauf? Und: Wieso investiert eine Millionenerbin ausgerechnet in einen Ballungsraumsender, der außer die Wiener keinen erreicht? – „Ich glaube an die Vision dieses unkonventionellen Senders. Wir haben einen tollen Start hingelegt und sind aus der Wiener Medienszene nicht mehr wegzudenken“, sagt sie überzeugt.

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