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Nach der Trennung: Die Lust am Neubeginn

Die Sensation war perfekt: Nach 23 langen Ehejahren hakte Margit Ambros, 49, ihr altes Leben ab, ließ längst bleischwer gewordenen Ballast zurück und wagte, wonach sich immer mehr Frauen sehnen: den Neubeginn in den besten Jahren ihres Lebens.


Nach der Trennung: Die Lust am Neubeginn
© Jagendorfer

Margit, die Frau des Austropoppers Wolfgang Ambros, 52, hat den Kampf um ihre Ehe aufgegeben, sich „total verliebt“ und ist „endlich wieder einmal überglücklich“. Statt ihre neue Liebe, den Bildhauer Philipp Hornstein, 40, heimlich zu genießen, hat Margit Ambros in Windeseile Tabula rasa gemacht: Sie hat zuerst ihren Ehemann informiert. Und wird jetzt zur Galionsfigur einer neuen Frauengeneration. Vom Verlassenen als „menopausengeschüttelte Frustbuchtel“ abgetan, kann Margit nichts mehr erschüttern. Und mit ihr jede Menge starker Frauen, die nicht mehr hinterm Berg halten, wonach sie sich sehnen.

WOMAN bat eine illustre Runde zum Talk über Trennung und Neubeginn, Chancen und Hürden in der Lebensmitte:
Andrea Fendrich, 47, die sich im Februar nach 18 Ehejahren von Rainhard Fendrich scheiden ließ; Barbara Prammer, 50, die seit vier Jahren von ihrem Noch-Ehemann getrennt lebt; Sabina Witt, 39, die sich nach 20 Jahren Ehe von ihrem Mann scheiden ließ; Dorothea Patzl, 42, die nach 12 Jahren Ehe den Schlussstrich zog, und Danielle de la Vavrre, 54, deren Ehe nach 25 Jahren im März geschieden wurde.

Woman: Wie sehr hat sich das Leben nach der Trennung verändert?
Witt: Man steckt nicht mehr zurück und muss auch nicht mehr ständig verfügbar sein.
Fendrich: Jetzt bin ich für die Kinder und für mich allein verantwortlich. Das ist einfacher.
Prammer: Ich habe früher immer alles organisiert, damit der Familie nichts fehlt. So habe ich etwa, obwohl ich seit einigen Jahren fast durchgängig in Wien lebe, immer gewusst, was im Linzer Kühlschrank ist. Auch wenn ich 14 Tage nicht zuhause war.
Woman: Nach einer Trennung fällt all das doch nicht weg. Sie alle haben ja auch noch Kinder.
Prammer: Meine Kinder sind schon erwachsen. Es fällt weg, für ein zusätzliches „Kind“ zu sorgen. Ich bin zwar schwer für halbe-halbe, habe es privat aber nie geschafft.
De la Vavrre: Man sitzt nicht mehr stundenlang da und wartet auf den Mann. Und man kocht nur dann, wenn es Spaß macht. Also ich freue mich des Lebens ohne Mann.
Fendrich: Ich habe das ja auch bei mir gesehen. Man beginnt schon sein eigenes Ding zu tun, wenn die Kinder etwas größer sind. Ich habe immer gearbeitet und pro Kind nur ein Jahr pausiert. Aber da für Rainhard Kinder und Haushalt kein Thema waren, ist alles an mir hängen geblieben. Ihn hat nur interessiert, ob der Kühlschrank voll und die Wäsche gewaschen ist. Das war ja auch nicht so der Stress, aber dass er es so selbstverständlich erwartet hat, war schlimm.

Das ganze Gespräch lesen Sie im neuen WOMAN