Ressort
Du befindest dich hier:

Nachgefragt: Die Schatten-Männer

„Weiber gehören in die Kuchl“, ließ der Ehegespons von Innenministerin Liese Prokop jüngst verlauten. WOMAN wollte von anderen Polit-Ehemännern wissen, was sie so denken …


Nachgefragt: Die Schatten-Männer
© Bokmeier

Eh klar: „Gelegt haben sie mich, weil sie meiner Frau politisch schaden wollen. Das ist echt mies“, versucht der hemdsärmelige Sportpädagoge, Frauentrainer und Ehemann der Innenministerin, Gunnar Prokop, 64, gegenüber WOMAN seine gar nicht frauenfreundlichen Aussagen in der Wiener Stadtzeitung „Falter“ zu – sagen wir mal – verdünnisieren. Ja, er habe gesagt, dass „die Weiber in die Kuchl gehören“ oder dass sie „in den Arsch getreten werden müssen“, aber das war „alles aus dem Zusammenhang gerissen“. Trotzdem wird der „kleine Giftzwerg, der die rote Karte verdient“, wie es Sabine Oberhauser, Vorsitzende des überparteilichen Österreichischen Frauenrings, jetzt auf den Punkt bringt, von einem anderen Ministergatten fast entschuldigt.

„Wie die wilden Henderln“. „Ich kenne den Gunnar als einen intelligenten Mann“, sagt Fritz Gehrer, 70, ehemaliger Direktor des Raiffeisen-Rechenzentrums und seit 41 Jahren der Ehemann von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, 62. Im Woman-Interview erklärt er: „Der Gunnar hat das sicher mit Absicht gesagt. Der wollte nur, dass die Journalistinnen aufgeschreckt wie die Henderln herumlaufen. Im Grunde meint er es sicher nicht böse.“

Auch Herr Gehrer hat ja früher über berufstätige Frauen ganz anders gedacht als heute: „Als mir die Liesl sagte, dass sie eine Karriere in der Politik anstrebe, da dachte ich nicht im Traum daran, dass sie das schafft. Damals ging diese Vorstellung auch irgendwie über meine Toleranzgrenze hinaus. Ich dachte als junger Ehemann immer eher an ein gemütliches Familienleben.“ Was Elisabeth Gehrer dann doch noch Karriere machen ließ, erklärt ihr Mann jetzt so: „Obwohl bald unsere drei Söhne kamen, setzte sich meine Frau durch. Ich unterstützte sie bei der Erziehung unseres wilden Rudels, wo ich nur konnte.“ Warum Fritz Gehrer das alles auf sich nahm? „Weil ich mir dachte, nach ein paar Jahren wird das eh alles anders und sie wird leiser treten.“

Dem war nicht so. Und irgendwann war Herr Gehrer bekehrt. Heute sagt er: „Auch Frauen sollen ihre persönlichen Talente ausleben. Das können sie nun mal am besten im Berufsleben. Die Mutterschaft ist nur eine vorübergehende Phase im Frauendasein.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen WOMAN