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Nebenjobs: Seitensprung im Business

Für die einen ist es ein lukrativer Zuverdienst, für die anderen ein Nullsummenspiel. Drei Frauen und ihre „Doppelbelastung“.


Nebenjobs: Seitensprung im Business
© Jantzen

Irgendwann hat sich jede von uns schon gedacht: „Nur ein bisschen mehr im Portemonnaie, dann würde ich …“ Denn gerade viele Frauen, Teilzeit jobbende mit Kindern beispielsweise, könnten eine finanzielle Spritze gut gebrauchen. Damit beim Kassasturz am Monatsende für ein relaxtes Leben noch genügend übrig bleibt. Oder man sich dort und da selbst noch was Schönes gönnen kann …

Zweigleisig im Beruf. Die Lösung findet man vielleicht in einem Nebenjob. Für Susi Windhager aus Wien etwa lag da nichts näher, als ihr Hobby zum Beruf zu machen: Kaum aus dem Büro, schwingt die Auftragsbearbeiterin an zwei Abenden pro Woche als Tanzlehrerin die Beine – und verdient sich an Wochenenden mit powergeladenen Danceshows noch extra was dazu. „Meinen kommunikativen Fulltime-Job würde ich trotzdem niemals eintauschen. Denn finanzielle Sicherheit geht mir über alles!“

Mit ihrem feurigen Nebenjob finanziert die 34-Jährige ihre große Leidenschaft: „So kann ich mir regelmäßig Privatstunden bei Topprofis leisten, Salsakongresse auf der ganzen Welt besuchen und die teuren Kostüme für meine Bühnenshows erstehen.“ Das alles wäre für Windhager ohne Zweiteinkommen finanziell nicht drin. „Für mehr als das bleibt unterm Strich aber auch nicht viel …“

Zuverdienstchance Nebenjob. Von der Dunkelziffer ganz zu schweigen, füllen vier Prozent der arbeitenden Männer und drei Prozent der arbeitenden Frauen wie Susi Windhager ihre Konten mit einem beruflichen Sidestep auf. Dabei jobbt das Gros nebenbei in Gesundheits-, Lehr- und Kulturberufen (14 Prozent), in anderen Dienstleistungsberufen wie in der Hotellerie und Gastronomie (10 Prozent) oder in Büro- und Verwaltungsjobs (10 Prozent).

Trotzdem: Sieht man vom Spaßfaktor vieler Nebenjobs und dem Taschengeld einmal ab, sind die Nachteile beruflicher Seitenspringer oft beachtlich: Nebenjobber gelten nämlich, sofern sie keinen Gewerbeschein besitzen, als „atypisch beschäftigt“ – arbeiten also zum Beispiel als so genannte neue Selbständige auf Basis eines Werkvertrags, als freie Dienstnehmer oder sind geringfügig beschäftigt.

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