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Zahnpflege:
neue Erkenntnisse & Techniken

Parodontose-Schnelltest, Spange mit Infrarot, flexibles Bleaching: Neue Erkenntnis und Techniken machen Zahnpflege jetzt noch einfacher. Plus: die richtige Putztechnik.

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Frau, Zähne
© istockphoto.com

Neuer Schnelltest für Parodontitis

Die Zahnfleischentzündung hat weitreichende Folgen. Diese durch Bakterien hervorgerufene Entzündung des Zahnfleischs lockert die Zähne und wirkt im ganzen Körper. "Diabetes, Unfruchtbarkeit, Herzinfarkt und mehr können davon ausgelöst werden", betont Zahnärztin Sabine Wiesinger, die sich auf Vorsorge spezialisiert hat (angelsmile.at). Und sie hat als erste Praxis in Österreich einen Speicheltest, der in nur drei Minuten Aufschluss gibt, ob die gefährlichen Bakterienstämme in der Mundhöhle leben (€ 57,-). Bei positivem Ergebnis helfen Mundhygiene und Ozontherapie.

Mit Infrarot hilft Invisalign schneller

Durch die Bestrahlung bewegen sich Zähne leichter. Besonders beliebt als Zahnregulierung sind die beinahe unsichtbaren Schienen von Invisalign. Eine neue Erkenntnis verbessert und beschleunigt das Ergebnis jetzt noch einmal: "Wenn man die Zähne mit Infrarotlicht bestrahlt, bewegen sie sich leichter. Das sorgt für weniger Druck und macht das Treatment schneller und effizienter", ist Kieferorthopädin Dr. Bärbel Reistenhofer begeistert (reistenhofer.at). Die Spezialistin für Invisalign hat für ihre Patienten ein spezielles Gerät, mit dem man die Zähne ganz einfach zu Hause etwa zehn Minuten täglich bestrahlt. Mit sichtbarem Erfolg.

Implantate auch bei Knochenschwund

So bleibt das eigene Gebiss leichter erhalten. Verliert man einen Zahn, bildet sich der Kieferknochen stetig zurück, ein Implantat wird immer schwieriger. Eine spezielle Technik gibt jetzt auch jenen Patienten Hoffnung, bei denen das der Fall ist: "Das Implantat wird mit einem selbstschneidenden Gewinde, also ohne Vorbohren, direkt im Kieferknochen verankert und ist sofort stabil. Dadurch wird die Regeneration angeregt, der Knochen baut sich wieder auf", erklärt Dr. Peter Huf von Zahn & Co. die Methode (zahnundco.com). Schon zwei Wochen später kann der Zahn draufgesetzt werden ...

Ist Fluorid in Zahnpasta gut oder gefährlich?

Remineralisiert Zahnschmelz und schützt so vor Karies. Immer wieder geistert es durchs Netz: Fluorid in Zahnpasta wirkt langfristig giftig. Dieses Gerücht entkräftet Dr. Sabine Wiesinger eindeutig: "Fluorid in Zahnpasten schützt vor Karies. Es stimmt, eine Überdosis Fluorid ist schlecht. Die ist aber erst bei 20 mg pro Tag, und das über einen langen Zeitraum, erreicht. Auf die Menge kommt man mit Zahnpasta niemals. Die Diskussion kommt aus den USA, wo seit Jahrzehnten das Trinkwasser fluoridiert ist. Wir brauchen uns aber keine Sorgen machen."

Bleaching ohne Folgen für den Zahnschmelz

Professionelle Treatments halten bis zu fünf Jahre. Whitening-Produkte für zu Hause sind die Alternative für schnelle Aufhellung, nachhaltig wirken sie nicht. "Ein professionelles Bleaching ist dagegen schonend und hält bis zu fünf Jahre. Die Zähne werden vorab poliert, die Ausgangsfarbe bestimmt. Dann wird ein konzentriertes Gel aufgetragen und mit einer UV-Lampe bestrahlt", erklärt Dr. Christian Polak von der Zahnputzerei (diezahnputzerei.at). Auch Kronen oder Implantate, die die Farbe nicht ändern, werden berücksichtigt. Und je nach Empfindlichkeit des Patienten wird die Intensität angepasst. € 199,-

So funktioniert die richtige Putztechnik

Schrubben ist out, jetzt putzt man nach KAI – Kauflächen, Außen-, Innenseiten.

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Kauflächen.
Als Erstes werden die Kauflächen in kreisenden Bewegungen abgeputzt. Beginne links oben, dann im Uhrzeigersinn rechts oben, rechts unten, links unten. So ist garantiert, dass du keinen Bereich auslässt.

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Außenflächen.
Setze den Borstenkopf ca. im 45-Grad-Winkel schräg am Zahnhals an, und mache eine Rüttelbewegung auf der Stelle. So löst du Zahnbelag und Bakterien. Dann fahre in einer wischenden Bewegung nach unten bzw. oben Richtung Mundhöhle. Auch hier links oben beginnen und im Uhrzeigersinn weitermachen. Das Rütteln entfällt bei einer elektrischen Zahnbürste, das Wischen nicht.

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Innenflächen.
Gleiche Technik wie an den Außenflächen. Wichtig: Nie zu fest drücken, max. 200 Gramm, sonst wird der Zahnschmelz angegriffen. Probiere mit einer Bürste auf der Küchenwaage aus, wie fest du dafür drücken kannst. Gesamtputzdauer mindestens zwei Minuten.

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Zahnseide.
Jetzt kommen die Zahnzwischenräume dran, nicht vergessen!

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Fluorid hilft tatsächlich beim Remineralisieren der Zähne, er bewirkt jedoch einen härteren Zahnschmelz als wir ihn natürlicherweise haben. Er führt auch zu härteren Knochen, diese können somit schneller brechen.