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Pille? Ohne mich!

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Hormone sind in Verruf geraten. Sie sollen Lustlosigkeit und erhöhtes Thromboserisiko verursachen. Deshalb verzichten immer mehr Frauen auf die Pille. Doch ist das Misstrauen berechtigt? Wir haben Leserinnen und Ärzte befragt.


Pille
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© Bild: istockphoto.com

Die Anti-Baby-Pille

Eine gesunde 30-Jährige, die beinahe an einer Lungenembolie stirbt. Eine 31-Jährige, die bei jeder Regel heftige Migräne hat. Eine 22-Jährige, die unter massiver Lustlosigkeit leidet. Redet man über die Pille, scheint es auf einmal nur noch Horrorgeschichten zu geben. Tatsächlich verzichten immer mehr Frauen auf künstliche Hormone. Zwar ist die Pille immer noch das mit Abstand häufigste Mittel zur Geburtenkontrolle. Doch der Verhütungsreport 2015 zeigt: Seit 2012 greifen immerhin sieben Prozent weniger Frauen danach (Rückgang von 45 auf 38 Prozent). Als Grund dafür geben viele an: Sie wollen keine Hormone nehmen. Doch ist die Pillenangst berechtigt? Und was sind mögliche Folgen? Wir haben Ärzte zu den medizinischen Hintergründen befragt und wie sich dieser Trend in der Praxis zeigt. Fünf Leserinnen, die auf hormonelle Verhütung verzichten, erklären ihre Gründe für diese Entscheidung und wie es ihnen damit geht.