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Schule in der Krise: Ministerin, was nun?

Nach dem Pisa-Debakel kündigte Elisabeth Gehrer die große Schulreform an. Eltern, Lehrer und Schüler wollen nun Taten sehen.


Schule in der Krise: Ministerin, was nun?
© Beck

"Für mich und meine beiden Söhne wäre eine Ganztagsschule die ideale Lösung“, sagt Katharina Hofer, 36. „Ich könnte wesentlich öfter und beruhigter arbeiten, die Buben hätten eine fixe Betreuung, und am Abend gäbe es keinen Stress mehr mit den Hausaufgaben.“ Derzeit kann die freiberufliche Stimm- und Gesangslehrerin aus Wien nämlich nur dann arbeiten, wenn die Oma die Betreuung übernimmt. „Im Normalfall holt die Mama dreimal die Woche Felix aus dem Kindergarten und Moritz aus der Schule ab und bleibt bei den Kindern, bis ich abends heimkomme.“

Konstruktive Debatte. Nach dem monatelangen Schreck – ausgelöst durch die PISA-Studie – gibt es nun endlich eine politische Bildungsdebatte, von der vielleicht auch Katharina Hofer profitieren wird. Denn sogar ÖVP-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, 62, denkt jetzt laut über das jahrzehntelange Tabuthema Ganztagsschule und die Fünf-Tage-Woche nach.

Von den insgesamt 5.239 Pflichtschulen (Volks-, Haupt- und Sonderschulen sowie AHS-Unterstufe) bieten derzeit nämlich nur 479 Schulen ganztägige Betreuung an. Davon sind allerdings nur 69 echte Ganztagsschulen mit verschränkten Unterrichts- und Freizeiteinheiten.

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PLUS: Gehrer im WOMAN-Gespräch: „Es gibt gar nicht mehr Bedarf an Tagesbetreuung.“