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So essen wir die Grippe weg!

Dich hat es heuer noch nicht erwischt? Dann booste jetzt schnell dein Immunsystem, damit die Viren auch weiter keine Chance haben. Mit diesen Nahrungsmitteln klappt das ganz einfach.

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So essen wir die Grippe weg!
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Hühnersuppe ist die beste Nährstoffbombe

Hühnerrücken, etwas Leber und Herzen (alles in Bioqualität), Salz, Pfefferkörner, Zwiebel, Knoblauch, Karotten, Lorbeer, Ingwer, Kurkuma mit Wasser bedecken und auf niedriger Flamme 6-8 Stunden köcheln. Wichtig ist, dass viele Knochen und Knorpel dabei sind, die darin enthaltene Gelatine unterstützt die Entwicklung von Killerzellen und Antikörpern. Durch die lange Gardauer werden sämtliche Vitalstoffe, Vitamine und Aminosäuren aus den Knochen herausgeholt. Die hohe Nährstoffdichte macht solche Suppen zur besseren Immunprophylaxe als jedes Nahrungsergänzungsmittel. Und bei ersten Anzeichen von Halskratzen kann sie eine richtige Erkältung super abfangen.

Zink bringt das Immunsystem auf Trab

Zink wirkt, das wurde in einer großen Studie der renommierten Cochrane Collaboration bestätigt. Wie es hilft, ist allerdings nicht klar. Vermutet wird eine Aktivierung weißer Blutkörperchen, die das Immunsystem boosten. Für uns ist relevant, dass volle Zinkspeicher einer Grippe vorbeugen. Die mit Abstand beste Quelle sind Austern. Gönne dir einen exklusiven Abend! Wer die Meeresfrüchte nicht mag, isst Haferflocken, Weizenkleie, Nüsse oder Kürbiskerne.

Bitterstoffe aktivieren die Abwehr der Lunge

Denn nicht nur auf der Zunge, auch in den Atemwegen und der Lunge sitzen Rezeptoren für bitteren Geschmack. Werden diese aktiviert, setzt das die dortigen Flimmerhärchen in Bewegung, potenzielle Keime und Viren werden abgehustet. Außerdem mobilisieren sie antibakteriell wirkende Substanzen und alarmieren Immunzellen. Beste Quellen: Chicorée, Radicchio, Rucola, Karfiol, Kohlsprossen, Artischocken, Hopfen, Salbei oder Wermut.

Vitamin C fängt freie Radikale ein

Und je weniger davon sich im Körper befinden, desto wirksamer ist unsere Immunabwehr. Es macht also ziemlich viel Sinn, die Speicher jetzt zu füllen. Kohl, Kraut und Wurzelgemüse sind tolle saisonale Lieferanten. Mandarinen und Orangen enthalten auch sehr viel Vitamin C, wirken laut TCM-Beraterin Nina Mandl (ninamandl.at) aber kühlend auf den Organismus. Nicht so ideal um diese Jahreszeit. Besser sind Kompott oder Fruchtmus.

Shiitake-Pilze bilden T-Helferlein

Und die helfen, wie der Name schon sagt, dem Immunsystem beim Eliminieren ungewollter Eindringlinge. Der Pilz wirkt antimikrobiell, bekämpft Viren, Bakterien und stärkt den Darm, wo das Immunsystem hauptsächlich sitzt. Für eine nachhaltige Wirkung muss man aber schon viel davon essen. Deshalb gibt es sie auch in Pulverform, z. B. von Biogena. 120 Kapseln um € 27,90.

Eisen bringt mehr Sauerstoff ins Blut

Das Spurenelement ist essenziell für den Sauerstofftransport im Körper. Und je besser die Sauerstoffversorgung der Zellen, desto stärker ihre Immunkraft. Tierisches Eisen kann der Körper dabei drei Mal besser verwerten als pflanzliches. Besonders gute Lieferanten sind Blutwurst oder Leber. Zugegeben, die mag nicht jeder. Für Vegetarier oder als Schnellkur eignen sich auch Ersatzprodukte. Besonders gut verträglich sind z. B. die neuen Eisensticks mit Vitamin C von Magister Doskar, 30 Stück um € 15,40.

Mit Zwiebel-Honig-Milch gegen Entzündungen

Eine Tasse Milch zum Köcheln bringen. Vom Herd nehmen, eine gewürfelte Zwiebel hineingeben und zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen. Mit Honig abschmecken. Wirkt schleimlösend bei Husten, abschwellend auf die Atemwege, antibakteriell und entzündungshemmend. Wer keine Kuhmilch verträgt, nimmt einfach Mandel- oder Sojamilch.

Weiße Rettichsuppe bringt ins Schwitzen

4-5 Frühlingszwiebeln, ca. 15 g Ingwer und einen weißen Rettich klein schneiden, mit Salz und ca. 1 l Wasser 15 Minuten köcheln. Die Suppe ist ein köstliches Abendessen und hilft dank des Rettichs, die Erkältung auszuschwitzen. Der Ingwer regt das Immunsystem an, und die Frühlingszwiebeln wirken antiseptisch und entzündungshemmend.

Hustensaft aus schwarzem Rettich

Vom Rettich Deckel abschneiden, aus der Mitte der Knolle großes Stück schneiden. Am Boden der Grube Loch bohren, Knolle auf ein Glas setzen. Grube mit Honig füllen und über Nacht stehen lassen. Von dem ausgelaufenen Saft drei Mal täglich einen Esslöffel nehmen. Wirkt antiviral, schleimlösend, lindert den Hustenreiz sofort und schmeckt köstlich!

Fieber senken mit Knoblauch-Honig-Brot

Diese etwas exotische Kombination wirkt am Anfang abenteuerlich, schmeckt aber richtig gut. Butterbrot mit viel Honig bestreichen, zwei Knoblauchzehen in Scheiben darauf verteilen und frischen Thymian darüberstreuen. Den Knoblauch riecht man zwar, aber für die Wirkung zahlt sich das echt aus! Denn Knoblauch ist ein natürliches Antibiotikum, er wirkt antiviral und stärkt das Immunsystem. Der Honig ist voller Antioxidantien, antimikrobiell und fiebersenkend. Der Thymian kräftigt das Verdauungssystem und kurbelt den Blutkreislauf an.