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So verändert das Stillen deine Brust wirklich

Während der Schwangerschaft wird der Busen prall und groß. Aber danach? Wie sich deine Brust durch das Stillen wirklich verändern wird.

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So verändert das Stillen deine Brust wirklich
© Instagram/AngelCandices

"Meine Kinder haben mich meine Brüste gekostet!" - Diesen Satz einer befreundeten Mutter hatte ich während meiner gesamten Schwangerschaft im Hinterkopf. Klar wollte ich Stillen, meinem Kind zuliebe. Aber dafür einen Hängebusen in Kauf nehmen? Ein wenig beunruhigt war ich schon. Wie sehr verändert sich der Busen durch Schwangerschaft und Stillen wirklich?

In der Schwangerschaft wird der Busen schöner

Tatsächlich: In den neun Monaten meiner Schwangerschaft hatte ich den schönsten Busen meines Lebens. Durch die hormonellen Veränderungen wurde er richtig prall, etwas größer als sonst und wunderbar rund. Herrlich!

Nach der Geburt meines Sohnes kam der Milcheinschuss. Und bei mir dräute erstmals ein wenig Panik. Denn mein prinzipiell nicht wahnsinnig großer Busen glich auf einmal den chirurgisch montierten Pampelmusen einer Erotik-Darstellerin.

Keine Panik! Während des Stillens können die Brüste nochmals größer werden, da die Muttermilch ständig nachproduziert wird. Aber: Hält das Gewebe dieser Ausdehnung stand? Frau produziert ja nun nicht ihr Leben lang Milch, was passiert, wenn das Baby alles ausgezutzelt hat? Bleiben dann zwei leere Lappen zurück? Oder schrumpft der Busen wieder auf Miniatur-Format?

Wie sich dein Busen nach dem Stillen verändert, ist eine Frage der Gene

Leider lässt sich das im Vorfeld nicht genau sagen. Während des Stillens verdichtet sich das Brustgewebe, was dazu führen kann, dass der Busen in dieser Zeit eine andere Form bekommt. Nach dem Stillen werden die Milchdrüsen- und Kanäle wieder kleiner – und dann reagiert auch hier jeder Körper anders.

Es gibt Frauen, deren Brust verändert sich durch das Stillen kein bisschen. Bei anderen wird der Busen kleiner, bei anderen sogar noch etwas schöner. Und dann gibt es andere, die fortan weichere, schlaffere Brüsten haben. Abhängig ist die Veränderung der Brust nach dem Stillen von den Genen, und hier vor allem von deinem Bindegewebe.

Ist dein Bindegewebe sehr fest, dann zieht sich die gedehnte Haut problemlos wieder zusammen. Bei schwachem Bindegewebe ist die Wahrscheinlichkeit, das dein Busen nach Schwangerschaft und Stillen schlaffer ist und hängt, leider umso höher.

Nach dem Stillen: So schützt du deine Brust vor dem Hängen

Gibt es eine Möglichkeit, dem drohenden Hängebusen nach dem Stillen vorzubeugen? Nun, es gibt zumindest ein paar Tipps, die du zum Schutz deiner Brust unbedingt befolgen solltest:

  • Beim Stillen dem Baby immer die vollere, prallere Brust zuerst anbieten.
  • Während der Schwangerschaft und auch während des Stillens die Brust immer gut mit Fettcreme (etwa Bepanthen oder Öle mit Vitamin E-Anteil) pflegen. So wird die Haut elastischer und du schützt sie trotz der extremen Dehnung vor Rissen.
  • Während Schwangerschaft und Stillzeit immer einen gut stützenden BH tragen!
  • Weiterhin Sport machen und dabei Oberarme und Brustmuskel trainieren. Letzterer wirkt wie ein natürlicher BH. Besonders geeignet: Schwimmen!
  • Vor allem aber langsam abstillen, um dem Gewebe die Möglichkeit zu geben, sich allmählich zurückzubilden. Zu schnelles Abstillen nützt einzig und allein dem Schönheits-Chirurgen!

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