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Sonnenbaden mit Köpfchen

Die Vorteile der Sonne liegen auf der Hand. Es gibt kaum eine Frau, die sich leicht gebräunt nicht attraktiver findet. Der Teint wirkt frischer, die Zähne weißer, die Augen leuchtender. Der ganze Körper erscheint so straff und knackig wie nie – weil sich durch das Sonnen unter der Haut Wasser bildet. Auch die Glückshormone, die durch das „Braten“ ausgeschüttet werden, kann man immer gut brauchen.


Sonnenbaden mit Köpfchen
© Lancaster

Fatale Folgen. Wie hoch der Preis ist, der langfristig für das Vergnügen zu zahlen ist, wird allerdings immer deutlicher. „Die Hautkrebs-Zahlen steigen dramatisch,“ warnt etwa Herbert Hönigsmann, Hautarzt von der Wiener Universitätsklinik. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Fälle international verdreifacht.

Einer der Hauptgründe dafür ist zweifellos, dass immer noch viele Ammenmärchen über die Sonne im Umlauf sind. WOMAN räumt mit den zehn wichtigsten Sonnenlügen auf und sagt, was tatsächlich Sache ist.

Sollte Ihnen in Anbetracht solcher Facts das Sonnen zu heiß geworden sein, bietet eine neue künstliche Bräunungstechnik namens „Airbrush-Tanning“ aus den USA einen Ausweg. Stars wie Jennifer Aniston und Victoria Beckham schwören längst darauf.

1. Kleidung bietet hundertprozentigen UV-Schutz.
Nein. Nicht alle Textilien schützen gleich gut vor Sonne. So etwa weist ein dünnes, helles Leibchen gerade einmal Lichtschutzfaktor (LSF) 5 auf. Ist das T-Shirt obendrein nass, verdoppelt sich das Sonnenbrand-Risiko. Auch unter hellen Bikinis aus dünnem Material kann die Haut Brandschäden nehmen. Also: Auch darunter einschmieren oder Kleidung mit eingearbeitetem Sonnenschutz verwenden! Alternative: Ein neues Waschmittel (von Frosch) soll die Kleidung nach mehrmaligem Waschen sonnensicher machen.

2. Mit einem LSF von 10 kann man zehnmal so lang sonnen.
Jein. Prinzipiell gilt: Der Lichtschutzfaktor gibt den Multiplikator an, um den das Mittel die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Ein Beispiel: Mit einem Lichtschutzfaktor 10 verträgt man die zehnfache Sonnendosis, ohne einen Brand zu riskieren. Das Problem: Theorie und Praxis klaffen weit auseinander. Experte Hönigsmann nennt den Grund: „In der Realität wird meist nur ein Drittel der erforderlichen Menge aufgetragen.“ Deshalb: Besser zu höheren Schutzfaktoren greifen!

3. Im Schatten ist man vor den Folgen der Sonne gefeit.
Nein. Da die Sonne auch vor dem Schatten nicht Halt macht, sind auch unter dem Schirm Hautverbrennungen möglich. Schließlich werden bis zu 85 Prozent der UV-Strahlung von Sand, Wasser oder Gebäuden reflektiert. Selbst unter Wasser ist man nicht sicher: In einer Tiefe von 50 cm kommen noch bis zu 60 Prozent der Sonnenstrahlen durch.

Alle 10 Sonnenlügen finden Sie im neuen WOMAN