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Im Test: Der Föhn, den jetzt alle wollen!

64 Millionen Euro Entwicklungskosten: Der Dyson Supersonic wird als Föhn der Superlative gepriesen. Wir haben den Föhn, den alle wollen, getestet.


Im Test: Der Föhn, den jetzt alle wollen!
© YouTube.com/ModelRecommends

Ich beginne dieses Geschichte mit einem lauten "KREISCH!". Oder besser: "Maxi-Kreisch!" Denn seit ein paar Tagen habe ich ihn. Das Ding, um das seit Monaten im Web ordentlich Wind gemacht wird. Den Dyson Supersonic , oder, wenn man dem Vorab-Hype Glauben schenken will: Den Föhn der Superlative, die Revolution des Haaretrocknens.

Der Dyson Supersonic: "Air Multiplier" trocknet das Haar schneller

64 Millionen Euro hat sich das britische Technologieunternehmen Dyson , eigentlich bekannt für sündhaft gute wie teure High Tech-Staubsauger, die Produktentwicklung kosten lassen. Mehr als 600 Prototypen wurden von einer Hundertschaft an Ingenieuren entworfen, an 1625 Kilometer Haar getestet, wieder verworfen, neu produziert... bis ER dann endlich da war:

Der Dyson Supersonic . Ein Gerät mit Loch im Kopf. Ein wenig wie ein Luftbefeuchter oder Heizlüfter von Dyson . Das Loch ist einer der Gründe, warum der Dyson -Föhn als Revolution gilt: Durch die Öffnung strömt nämlich die Luft - dank einer Technik, die „Air Multiplier“ genannt wird, angeblich dreimal mehr, als unten am Griff durch den Filter angezogen wurde. Einen Rotor, in dem sich Haare verfangen könnten, gibt es nicht. Das alles macht den Super-Föhn schonender – und effektiver.

So die Vorab-Jubelmeldungen, die einem die bittere Pille schmackhaft machen sollen. Denn günstig ist der Dyson Supersonic nicht. Gar nicht. 399,- Euro kostet der Haartrockner der Superlative. So viel, wie eine neue Handtasche. Luxus-Schuhe. Ein Städte-Trip.

Der Dyson Supersonic-Föhn im Test

Andererseits: Einen Föhn besitzt man im besten Fall ewig. Mein Billigsdorfer-Teil habe ich seit fünf Jahren. Langsam baut es ab. Aber die Haare werden nach wie vor trocken. Wäre ich also bereit, knapp 400,- Euro für einen Föhn auf den Tisch zu legen?

Nach dem Test sage ich: JA!

Aber ich will nichts vorweg nehmen, sondern euch alle Details zum Föhn servieren.

1. Wie handlich ist der Dyson Supersonic?

Zum Einen: Der Dyson Supersonic ist extrem chic und hochwertig verarbeitet. Ein oberflächliches Kriterium, mag sein. Nur: In Zeiten, wo das Design eines Smartphones kaufentscheidend ist, muss der Föhn ja in nix nachstehen. Es gibt jedoch noch ein echtes Killer-Argument: Der Föhn ist mit 635 Gramm ultraleicht, vor allem aber extrem handlich. Während bei herkömmlichen Haartrocknern das Gewicht auf den vorderen Düsenteil verlagert ist, liegt der Schwerpunkt des Dyson Supersonics aufgrund des im Griff versteckten Motors ausgeglichen in der Mitte. Was das Halten des Trockners während des Föhnens extrem easy und angenehm macht. Wäre mir früher nie aufgefallen – aber der Unterschied zu meinem herkömmlichen Föhn ist mit einem Mal tatsächlich verblüffend.

2. Wie leise ist der Dyson Föhn?

Das Gebläse ist leiser als bei einem normalen Föhn. Man kann sich also während des Haaretrocknens noch unterhalten. Es ist aber trotzdem kein zartes, kaum wahrnehmbares Summen. Auch beim Dyson Supersonic wird Wind gemacht. Ich habe testweise mein iPad während des Föhnens neben mich gelegt und die Gilmore Girls auf Netflix abgespielt. Auf der höchsten Soundstufe konnte ich trotz begleitenden Gebläses jeden Dialog gut verstehen.

3. Trocknet der Supersonic das Haar schneller als ein normaler Föhn?

JA! Der Föhn pustet extrem stark – obwohl sich der Luftstrom so angenehm anfühlt wie (klingt kitschig, ist aber wahr) eine lauwarme Meeresbrise. Mein ungefähr fünf Zentimeter über die Schulter reichendes Haar ist in der Hälfte der normalen Zeit komplett trocken. Ein Dank an den winzigen Elektromotor, der den kleinen Propeller mit 13 Blättern in der schnellsten der drei Pustestufen 110.000 Mal in der Minute dreht.

4. Ist der Dyson Föhn schonender zum Haar?

Und jetzt der entscheidende Grund, warum sich die hohe Investition nachhaltig rechnet. Meine durch Strähnchen und Glätteisen strapazierten Haare sehen trotz Intensiv-Pflege nach dem Föhnen meistens strohig aus. Ich habe mein Haar nun sechsmal mit dem Dyson getrocknet. Jedes Mal sind die Haare anschließend gesund glänzend und auch babyweich. Das liegt teils an der Ionentechnologie, die verhindert, dass das Haar während des Föhnens statisch aufgeladen wird. Zum anderen aber auch an dem intelligenten Temperatursensor, der verhindert, dass das Haar durch extreme Hitze geschädigt wird. Maximal 100 Grad Celsius werden angegeben, die anderen Stufen erreichen 28, 60 und 80 Grad. Weil das recht heiß ist, gibt es nicht nur eine Kalt-Taste, die den Haaren augenblicklich kühle Luft zufächelt, sondern eben auch jenen Sensor, der die Austrittstemperatur zwanzig Mal in der Sekunde misst. Er greift ein, wenn es an der Kopfhaut ungemütlich heiß wird.

5. Wie gut gelingt das Styling mit dem Super-Föhn?

Sehr gut. Der Dyson Supersonic verfügt über vier Wärmestufen, drei Luftstromstufen und eine Kalttaste zum Fixieren des Stylings. Um verschiedene Stylingvarianten zu ermöglichen, haben die Dyson Ingenieure drei magnetische Aufsätze entwickelt, die zur Anmeldung von sechzehn Patenten geführt haben. Die klacken ganz leicht an – und werden dank Hitzeschutztechnologie ebenfalls nicht heiß.

6. Das Test-Fazit:

Ich will diesen Föhn nicht mehr hergeben!!!! Er ist chic, leise, leicht, effektiv und schnell. Das ist alles nett. Aber mein alter Haartrockner hat die Haare am Ende auch getrocknet, also seinen Job gemacht. Was also ist der entscheidende Unterschied? Ganz einfach: Mein ohnedies schon ausreichend strapaziertes Haar wird wesentlich schonender geföhnt, nicht mehr länger durch extreme Hitze ausgemergelt. Für Dauer-Föhner wie mich eine echte Erlösung. Mein Tipp also: Schreibt ihn dick auf eure Weihnachts-Wunschliste.

Wo ist der Dyson Supersonic zu kaufen?

Bei Saturn, Media Markt und im Dyson Webshop. Dazu noch in zwei Douglas Parfümerie-Filialen in Österreich: Wien/Kärntnerstraße 26 und Linz/Landstraße 45.

Seht hier noch ein Test-Tutorial einer Bloggerin: