Ressort
Du befindest dich hier:

Trick: So lernt dein Kind im eigenen Bett zu schlafen

Mamabloggerin Verena von "MamaWahnsinnHochDrei" hat drei Kinder. Und damit Erziehungs-Profi. Ihr Trick, wie dein Kind lernt, im eigenen Bett zu schlafen.

von

Trick: So lernt dein Kind im eigenen Bett zu schlafen
© iStockphoto

Im Grunde dachte ich, ich habe unser entzückendes Sandwichkind endlich ausgetrickst. Doch: Pustekuchen! 1:0 für sie!

Kurz zurück zum Anfang: Ihr müsst nämlich wissen, dass unser mittlerer Sonnenschein voll und ganz in der Mitte sein will und das auch so lebt und auskostet. Immer und überall. Beim Frühstückstisch. Im Auto. Im Restaurant. Im Urlaub. Und selbstverständlich auch im Bett zwischen Mama und Papa. Abend für Abend tappt sie so gegen Mitternacht in unser Schlafzimmer, steigt ohne Wenn und Aber über mich drüber und legt sich ziemlich rotzfrech in die Mitte. Quer natürlich!

»Das Sandwichkind will natürlich in der Mitte sein. Immer!«

So weit, so gut. Nun sind jedoch weder mein lieber Göttergatte noch ich die „konsequenten“ Eltern, die dann um 0.03 Uhr aufstehen und die Süße wieder zurück ins eigenes Bettchen tragen. Zugegeben, einerseits sind wir beide zu faul, andererseits ist wiederum die Zeit eh so kurz. Wie lange werden die Lieblinge spät nachts in unser Bett kommen und mit uns kuscheln wollen? In zehn Jahren – wenn wir dann auf ihr Heimkommen nach dem Weggehen warten – werden wir diese Nächte wieder herbeisehnen. Das traue ich mich hier und jetzt zu wetten.

Sorry, ich schweife wieder einmal aus: Trotz meiner panischen Ängste, was in zehn Jahren alles so sein könnte, dachte ich, ich unterbinde den nächtlichen Wandertag wenigstens ein bisschen.

Und als wir dann gemeinsam bei der Kinderärztin sind, nutze ich die Gunst der Stunde. Meine mittlere Zuckerpuppe will wissen, ob sie gewachsen ist – ich soll sie ergo dessen abmessen. Aber: Nichts. Nada. Niente. Nicht einmal einen halben Millimeter.

„Leider nein, mein Schatz“, sage ich und kombiniere: „Du musst aber wissen, dass Kinder prinzipiell nur im eigenen Bett wachsen. Im Bett von Mama und Papa geht das leider nicht.“ Sie schaut mich verdutzt an. „Siehst du! Ich bin ein bisschen größer geworden. Ich schlafe auch nicht mehr jede Nacht bei euch“, gießt die älteste Prinzessin Feuer in die Wunden des Sandwichkindes. By the way: Die Feststellung „nicht mehr jede Nacht“ ist bei einer Wahrscheinlichkeit von drei aus fünf auch etwas übertrieben, aber ich lass sie reden…

»Mit diesem Trick habe ich mir leider selbst ins Fleisch geschnitten...«

So, und nun kommen wir endlich zur eigentlichen Pointe: Denn ich hab mir mit dieser im Prinzip ziemlich klugen und vielversprechenden Aussage selbst ins Fleisch geschnitten! AUUUUUUAAAA – voll und ganz noch dazu! Seht selbst: Mein lieber Sonnenschein stapft wie üblich mitten in der Nacht zu uns. Doch: halt! Sie krabbelt nicht über mich. Stattdessen steht sie neben mir, klopft mir auf die Schultern, schüttelt mich und schreit mir ins Ohr.

„Mama, Mama! Du musst jetzt mit mir gehen! Steh jetzt bitte auf. Mama! Sofort!“ „Was ist passiert? Hast du schlecht geträumt?“ , frage ich schlaftrunken. „Nein, Mama. Du musst mit in mein Bett! Ich muss schließlich noch wachsen!“

Ähem. Das Bett ist 1,20 Meter lang x 40 Zentimeter breit!

In diesem Sinne habe ich die Aussage ganz leicht modifizieren müssen, sie lautet nun so: Um zu wachsen, müssen Kinder ALLEINE in IHREN Betten schlafen. Der kleine Zusatz, der Sternchentext sozusagen: Wenigstens jede zweite Nacht.

Wie ist das bei euch so?

Über die Autorin: Verena ist liebende Mama von drei Mädchen. Über den Erziehungswahnsinn Hoch Drei schreibt sie regelmäßig auf ihrem empfehlenswerten Blog MamaWahnsinnHochDrei.

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .