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Trinktipps für die Winterzeit

Warum es auch in der kalten Jahreszeit wichtig ist viel zu trinken, verrät Expertin von Gasteiner, Jutta Mittermair – und wir meinen jetzt nicht Glühwein & Co.!


Trinktipps für die Winterzeit
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Wer sich gut fühlen möchte, der sollte genug trinken – das ist ein alter Hut. Doch gerade im Winter muss dafür meist mehr Willenskraft aufgewendet werden, als während der anderen Jahreszeiten. Das Durstgefühl ist in der kalten Jahreszeit weniger stark ausgeprägt. Doch Vorsicht – das ist oft ein Trugschluss. Die ständigen Temperaturunterschiede zwischen Außentemperatur und warmen Räumen sowie die trockene Heizungsluft stellen nicht zu unterschätzende Herausforderungen für den Körper dar. Durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme wird die Haut rissig, die Schleimhäute trocken und Kopfschmerzen sowie Verdauungsprobleme treten häufiger auf. Daher gilt auch im Winter: Mindestens 1,5 Liter pro Tag sind wichtig, um körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden zu erhalten.

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Wem es schwer fällt, an genügend Flüssigkeitszufuhr zu denken, der kann sich Rituale schaffen: Ein großes Glas Wasser, gleich nach dem Aufstehen, macht frisch und munter – ein netter Nebeneffekt für all jene, die im Winter besonders schwerfällig aufstehen. Ein Glas Wasser vor dem Schlafen gehen sorgt für bessere Erholung und "schwemmt" unnötige Stoffe aus dem Körper. Diese Rituale alleine reichen allerdings nicht: Die gesamte Tagesmenge nur abends und morgens zu trinken, hilft wenig, da der Körper so große Mengen auf einmal nicht verarbeiten kann und sie einfach wieder ausscheidet. Es ist daher sinnvoll, auch zwischendurch immer wieder einige Schlucke zu trinken. Ein Trick, um regelmäßig daran zu denken: Trinke jedes Mal einen großen Schluck, wenn dich zum Beispiel ein E-Mail erreicht.

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Um die Temperatur deines Getränks ranken sich viele Mythen. Es ist weder richtig, dass kaltes Wasser die Verdauung behindert, noch, dass es den Körper kühlt. Bei Letzterem ist sogar das Gegenteil der Fall: Damit kaltes Wasser die eigene Körpertemperatur erreicht, muss der Körper Energie aufwenden, um die benötigte Wärme zu erzeugen. So erhitzt er kurzzeitig sogar mehr als vorher. Damit werden aber keineswegs kalte Getränke empfohlen, wenn du zu den Eiszapfen zählst, die im Winter meist besonders erfroren sind. Ernährungsexperten raten zu Mineralwasser auf Zimmertemperatur oder warmem Tee, der von Innen wärmt, ohne unnötig Energie zu benötigen.

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Besonders beim Sport ist es wichtig, genug zu trinken. Am geeignetsten sind hier Mineralwasser oder isotonische Getränke, deren Mineralien dafür sorgen, dass die Muskeln optimal arbeiten können. Im Wintersport stellen sich dazu aber einige Probleme in den Weg: Befindet man sich hoch oben am Berg, sind null Grad schnell erreicht und Wasser in einer normalen Flasche gefriert. Daher ist es schlau, an eine Thermosflasche zu denken, die die richtige Temperatur der Getränke erhält. Nimmt man die Flasche an einer leicht zu erreichenden Stelle mit, geht das gelegentliche Trinken viel leichter von der Hand. Auch hier zählt: Viele Schlucke zwischendurch sind sinnvoller für das Wohlbefinden, als eine große Menge auf einmal.