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Ware Mädchen: „Ich denke dabei ans Geld“

Der jüngste Callgirl-Skandal erschütterte. Minderjährige Mädchen aus dem Osten werden bei uns als „Frischfleisch“ angeboten. WOMAN sprach mit drei jungen Sex-Dienerinnen.


Ware Mädchen: „Ich denke dabei ans Geld“
© Deak

Nicole ist erst 20. Und schon sechs Jahre Prostituierte. „Mit 14 bin
ich aus dem Heim abgehaut“, sagt die gebürtige Kärntnerin. Und sie erzählt, wie sie gleich darauf in Wien eine Hure kennen lernte, die sie bei sich wohnen ließ: „Ihr Zuhälter hat mich entjungfert und mich für den Straßenstrich eingeschult. Ich habe schon damals nur ans Geld gedacht. Das tue ich heute noch, da schaltet man alles andere komplett ab. Man macht es einfach, um zu überleben. Gelernt habe ich ja nichts anderes …“

Nicole, die nicht einmal weiß, wer ihre Eltern sind und ob sie Geschwister hat, arbeitete zwischendurch auch immer wieder als Callgirl: „Ich habe in Zeitungen inseriert und ließ mich von einem Escortservice vermitteln. Aber das hat mir nicht so viele Kunden gebracht wie auf der Straße. Die Männer waren beim Escort zwar viel nobler, aber deswegen im Bett auch nicht feiner.“ Nicole wird demnächst ihren Peter heiraten. Was aber an ihrer beruflichen Situation so gut wie gar nichts ändern wird. „Er hat nichts dagegen, dass ich da weitermache. Er sagt, dass Job eben Job sei …“

Mädchen als Ware. Nicoles Schicksal ist kein Einzelfall.
Erst jüngst erschütterte ein Callgirl-Skandal das Land und rief die Staatsanwaltschaft auf den Plan. Der Wunsch der betuchten Freier nach blutjungen hübschen Mädchen (im ver-ächtlichen Fachjargon „Frischfleisch“genannt) veranlasst einige Callgirlring- und Escortservice-Betreiber immer mehr zu kriminellen Geschäftspraktiken. Die Dunkelzifferder illegalen Prostituierten ist hoch, die Situation für die Behörde kaum mehr zu kontrollieren. Minderjährige Mädchen aus den östlichen Nachbarländern Österreichs, vor allem aus Litauen, werden nach Wien gelockt, um hier dem ältesten Gewerbe der Welt nachzugehen. „Wir werden wie Pizzas bestellt“, sagt eine von ihnen. „Wer aussteigen möchte, dem wird das mit massiven Drohungen sehr schwer gemacht. Ich habe auch Angst!“ Und Angst ist auch Nicoles täglicher Begleiter …

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