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Wir prüfen PISA!

Bildungsministerin Gehrer steht unter Druck. Im WOMAN-Interview verteidigt sie ihre Sparpolitik, spricht über Anfeindungen und Schulreformen.


Wir prüfen PISA!
© Christina Häusler

Statt zu handeln, denkt Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, 63, noch immer über das PISA-Debakel nach. „PISA war eine Momentaufnahme“, rechtfertigt sie sich beim aktuellen WOMAN-Interview. „Dieser Absturz oder dieses Chaos, über das da ständig geschrieben wurde, ist ein Feedback, über das man nachdenken muss.“ Das Resultat des monatelangen Nachdenkprozesses: „Man muss sich fragen, ob die Erhebungsdaten vergleichbar sind. Das lasse ich jetzt überprüfen.“ Strenger Nachsatz: „Es müssen sich auch die Überprüfer gefallen lassen, überprüft zu werden.“ Und was wird da überprüft? „Es wird eine wissenschaftliche Studie von der Universität Wien erstellt, um herauszufinden, ob die statistischen Erfassungen auch mit Sorgfalt gemacht worden sind. Und ob die Erhebungsbasis im Vergleich zu vor drei Jahren dieselbe war.“
So weit, so kompliziert. Acht Monate nach PISA scheint – außer vielen Diskussionen – alles beim Alten. Es wird überprüft, nachgedacht, evaluiert. Und in der Zwischenzeit beginnt ein neues Schuljahr.

Angriff als Verteidigung. Nach dem letzten Finanzausgleich zwischen Bund und Ländern stehen den Pflichtschulen bundesweit rund 220 Millionen Euro weniger zur Verfügung. Gehrers knappe Antwort: „Das hat nichts mit Einsparungen zu tun, sondern mit sinkenden Schülerzahlen.“ Gehrers Gegner sparen nicht mit Kritik: „Das öffentliche Schulwesen wird kaputtgespart.“ Es fehle Geld, um Fördermaßnahmen umzusetzen, Lehrerposten würden eingespart, für eine ausreichende Anzahl von Stützlehrern und Sonderpädagogen gäbe es zu wenig Geld, und die Klassenschülerhöchstzahl steige um bis zu 20 Prozent.
WOMAN bat Bildungsministerin Gehrer zum Gespräch.

Die ganze Story und das Interview mit Elisabet Gehrer lesen Sie in der neuen WOMAN