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Woman-Premiere: Mütter leben hoch!

Kultig. Das Wiener Metropol bringt den neuen Wittenbrink auf die Bühne. Thema: die Beziehung zwischen Müttern und Söhnen.


Woman-Premiere: Mütter leben hoch!
© metropol

Das Publikum stürmt seine Stücke, die Star-Autor Franz Wittenbrink selbst „Liederabende“ nennt. Und tatsächlich werden in Sensationserfolgen wie „Sekretärinnen“ oder „Mozart Werke GesmbH“ Lieder so aneinander gereiht, dass die richtige Textzeile zur rechten Zeit für ein Feuerwerk an Pointen sorgt. Sein neuestes Werk wird von WOMAN am 7. Juni im Wiener Metropol präsentiert: In „Mütter“ geht es um unsere erste Liebesbeziehung zwischen Frau und Mann: die der Mutter zu ihrem Sohn und umgekehrt. „Ich hab das Stück voriges Jahr durch Zufall in Hamburg gesehen“, erzählt Metropol-Prinzipal Peter Hofbauer. „Es hat mich so begeistert, dass ich mich sofort um die Erstaufführung in Österreich bemüht habe.“

Aufs humoristische Korn genommen wird die liebevolle Selbstaufopferung der Mütter, die ein Garant dafür ist, dass Machos nie aussterben. Schauplatz der musikalischen Analyse: ein Kinderspielpatz. Dort wachen fünf ganz unterschiedliche Frauen (siehe links) – dargestellt von Dunja Sowinetz, Pilar Aguilera, Tanja Golden, Christa Schwertsik und Pippa Galli – über das Treiben der lieben Kleinen. Und tauschen untereinander ihre Sorgen aus: Was bedeutet es in unserer leistungsorientierten Zeit, Mutter zu sein? Und wie weit kann man als Mutter auch noch Frau sein?

Besonders interessant, so Hofbauer, ist der Themenkreis: Wie wirkt sich das Frau-Mann-Verhältnis auf das Frau-Sohn-Verhältnis aus – und umgekehrt? „Jeder kennt doch in seinem Bekanntenkreis solche Fälle. Frauen, die sich vom Partner verlassen fühlen und bei denen dann das Phänomen des Ersatzpartners auftritt. Der Bub wird dann oft tatsächlich als ,mein kleiner Mann‘ vorgestellt, was eine starke emotionale Überforderung mit Konsequenzen fürs Leben ist. Wenn eine Frau alle ihre männlichen Vorstellungen in den Kleinen hineinprojiziert, dann wird der später wahnsinnige Bindungsschwierigkeiten haben. Denn er ist ja schon gebunden. Dazu kommt, dass die viel stärker fordernden Frauen von heute ihn als Weichei empfinden.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen WOMAN