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Zehn Fragen an Hormonprofis

Lebensnotwendige Botenstoffe: Im dritten Teil der WOMAN-Serie antworten Fachleute auf die brennendsten Hormon-Fragen.


Zehn Fragen an Hormonprofis
© Haiden

Sex und Wechseljahre: Das sind die gängigsten Assoziationen zum Thema Hormone. Damit wird die wahre Macht dieser körpereigenen Informationsübermittler allerdings kolossal unterschätzt. Sie können nämlich noch viel mehr: Hormone haben einen wesentlichen Anteil daran, wie wir aussehen, wie wir uns fühlen, und letztendlich auch, wie wir altern. Die winzigen Botenstoffe sind die großen Checker in unserem Körper. Sie sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft (welche Drüsen welche Hormone produzieren) und kommunizieren unermüdlich mit den einzelnen Körperzellen.

Das Problem des Ausgleichs. Leider werden die meisten Hormondrüsen mit den Jahren lasch. Die große medizinische Frage ist nun, ob und wieweit man der Natur durch synthetische Hormone nachhelfen soll. Welch massiven Eingriff eine Hormonsubstitution bedeutet, weiß man spätestens seit der „Lancet“-Studie: Die Mammutuntersuchung bescheinigte Frauen, die Wechselhormone über viele Jahre hinweg schlucken, ein bis zu 66 Prozent höheres Brustkrebsrisiko. Fakt ist aber auch, dass die Hormonersatztherapie in manchen Fällen derzeit der Weisheit letzter Schluss ist. Wann werden die „bitteren Pillen“ also nach wie vor verschrieben? Und woran kann man eine Hormonstörung jenseits des normalen altersbedingten Abfalls selbst erkennen?

Diese und andere wichtige Fragen beantwortete ein renommiertes Expertenteam: „Hormonpapst“ Johannes Huber, Brustkrebs-Spezialist und Frauenarzt Ernst Kubista sowie Doris Gruber, Gynäkologin und Hormonforscherin am Wiener AKH.

1. Wie erkennt man als Laie eine Hormonstörung?

Zu den wichtigsten Anzeichen gehören das Ausbleiben der Regel oder unregelmäßige Blutungen. Daneben können auch Gewichtsschwankungen, Haarausfall, Gelenksschmerzen und ein hoher Cholesterinspiegel Hinweis auf hormonelle Disbalancen sein. Trockene Haut, plötzlich auftretende Müdigkeit, aber auch eine reduzierte Körpertemperatur (deutlich unter 36,4 Grad, in der Früh unter der Zunge gemessen) sind mitunter Hinweise auf eine Unterfunktion der Schilddrüse.

Plötzliche Gewichtszunahme kann auf den Wechsel ebenso hindeuten wie auf einen Mangel an Wachstumshormonen oder Schilddrüsenprobleme.

Alle 10 Fragen und Antworten der Profis finden Sie im neuen WOMAN