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Zurück an den Herd

Die neuen Hausfrauen. Am 4. April startet im ORF die neue US-Kultserie „Desperate Housewives“. WOMAN besuchte Österreichs (echte) Hausfrauen – eine Reportage.


Zurück an den Herd
© Jagendorfer

Fade Föhnfrisur, geblümte Haushaltsschürze, streng um die Hüfte gebunden, Staubwedel in der einen, Putzlappen in der anderen Hand. So stellt sich wohl so mancher immer noch die Hausfrauen vor. Und oft wird dem „Heimchen am Herd“ – ganz Klischee – unterstellt, geistig unterfordert zu sein, dem Mann finanziell auf der Tasche zu liegen und eigentlich sowieso mehr zu faulenzen als zu putzen – allesamt Vorurteile, gegen die nicht berufstätige Frauen immer noch ankämpfen müssen.

„Die Leute glauben wirklich, dass Hausfrauen nur stricken und häkeln“, zürnt Christine Vranitzky, 64, Gattin von Ex-bundeskanzler Franz Vranitzky. Sie selbst war – fast 20 Jahre – Hausfrau und Mutter, „mit Leib und Seele und selbst auf die Gefahr hin, dass ich zweitklassig behandelt wurde“. Und wer meint, als „prominente Hausfrau“ sei man in der Öffentlichkeit unantastbar, irrt gewaltig. Vranitzky erinnert sich entrüstet: „Wenn ich meinen Mann zu Abendterminen begleitet habe, bin ich oft von den Tischnachbarn schief angeschaut worden, als ich ihnen erzählt habe, dass ich daheim bei den Kindern bin. Die dachten: Mit der kann man außer über Kinder eh nichts reden!“ Und als sie einmal von einem wichtigen Amtsträger besonders angepöbelt wurde, sei ihr dann der Kragen geplatzt: „Ich habe ihm gesagt: Wissen Sie, ich liege den ganzen Tag in der Sonne und lasse mir meinen Hintern bräunen. Und mein Mann, der freut sich sogar darüber!“

Geschichte und Fakten. Wieso haben Hausfrauen so ein Negativimage? Warum wertet die Gesellschaft Hausarbeit ab? Und: Wenn Putzen, Kochen und Aufräumen pro Woche 40 Stunden Zeit beanspruchen – weshalb wird dann diese Arbeit nicht als Beruf anerkannt und folglich auch entlohnt? Gabriele Michalitsch, 38, Sozialwissenschaftlerin: „Hausarbeit ist eine versteckte Dienstleistung, die in ökonomischen Berechnungen nicht er-fasst ist.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen WOMAN