Wissenschafts- und Forschungsministerin Beatrix Karl präsentiert Informationsoffensive
- MINT Studieren was Zukunft schafft
- Mint-Fächer: Mathematik, Informatik & Co.

MINT Studieren was Zukunft schafft ist das Motto der Informationsoffensive für die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), die Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl am Donnerstag im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche präsentierte.
Der Hintergrund der Informationsoffensive in Print- und Onlinemedien ist klar: 60 Prozent der Studienanfängerinnen und Studienanfänger belegen nur 10 Prozent der Fächer. Das führt nicht nur zu überlaufenen Massenstudien, sondern auch dazu, dass wir in den am Arbeitsmarkt so gefragten MINT-Fächern sogar zu wenige Studierende haben, erklärt Karl. Die Ursache dafür sieht sie einerseits im Schulunterricht, vor allem aber auch bei der Studienwahlberatung und mangelnder Information: Wir müssen Hemmschwellen abbauen und mehr junge Menschen für Naturwissenschaften und Technik begeistern.
Österreichs Wirtschaft und Industrie haben stetig wachsenden Bedarf an Absolventinnen und Absolventen der sogenannten MINT-Fächer, wie auch eine aktuelle Umfrage zeigt:
· 42% der Industrieunternehmen haben Probleme, genügend Fachkräfte im Bereich Technik und Produktion zu finden.
· 54% der Industrieunternehmen haben Schwierigkeiten, genügend Hochqualifizierte im Bereich Forschung und Entwicklung zu rekrutieren.
· 40% der Unternehmen erwarten, dass der Bedarf an Beschäftigten dieser beiden Gruppen innerhalb der nächsten Jahre weiter ansteigen wird.
Die Jobaussichten und Studienbedingungen im MINT-Bereich sind gut, die Berufsfelder spannend, betont die Ministerin. Ziel der Informationskampagne sei es in erster Linie, Berührungsängste abzubauen und Interesse zu wecken. Oft ist einfach zu wenig Information da, ortet Karl eine der Gründe für den MINT-Mangel. Ein besonderes Anliegen ist ihr, dass in Zukunft auch mehr junge Frauen auf MINT setzen: Da bleiben noch viele echte Talente unentdeckt und ungenützt.
Teil der Informationsoffensive ist die Homepage www.mint.at: Während Inserate in Online- und Printmedien als Eyecatcher dienen, werden auf der neuen Homepage alle Hintergrundinformationen zu den einzelnen Studienfächern von den Standorten über die Anforderungen bis hin zu den Berufsaussichten dargestellt.
Alpbacher Forschungsgespräche ein neues Forum für Österreichs Forschung
Am Rande der Präsentation kündigte die Wissenschafts- und Forschungsministerin auch eine weitere neue Initiative an, um vor allem die österreichische Forschung mehr in den Blickpunkt zu rücken: Die gerade stattfindenden Technologiegespräche sind ein tolles Forum. Als Ergänzung wünsche ich mir ab nächstem Jahr dennoch eigene Forschungsgespräche, um auch der Forschung jene Bühne zu bieten, die sie verdient. Forschung ist schließlich nicht Anhängsel, sondern Ursprung der Technologie. Und unsere starken Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen brauchen auch ein sichtbares Forum das sollen die Alpbacher Forschungsgespräche sein.












