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Schlaflos am Küniglberg: Dagmar Streicher

Die neue Anchor-Lady der "ZiB 24" hatte als ORF-Newcomerin mit einigen Widerständen zu kämpfen. WOMAN gab sie ihr erstes Interview.


Schlaflos am Küniglberg: Dagmar Streicher
© APA

Seit 22. Februar erscheint zur Geisterstunde ein bis dato unbekanntes Gesicht auf dem TV-Monitor: Dagmar Streicher, 41, und bis vor kurzem als Filmemacherin ein Begriff, ist die neue Moderatorin der „ZiB 24“. Die Tochter von Exminister und Präsidentschaftskandidat Rudolf Streicher, 69, wurde bei einem Kultur-Casting entdeckt – und vom ORF wegen ihres großen Talents nicht mehr losgelassen. Obwohl die smarte Wienerin als „Greenhorn“ mit großer Skepsis und Zweifeln konfrontiert war, verfolgte sie mit Freude und Elan ihr Ziel.

Woman: Sie sind Regisseurin – was verschlägt Sie mit 41 plötzlich vor die Kamera?
Streicher: Die Idee entstand mit meinen Freunden in einer gemütlichen Runde. Wir wussten, dass eine Nachfolgerin für Barbara Rett beim „Treffpunkt Kultur“ gesucht wurde (Sommer 2006, Anm. d. Red.) – und ich hab schon viele Kulturveranstaltungen moderiert.

Woman: Den Job bekam schließlich Patricia Pawlicki. Waren Sie enttäuscht?
Streicher: Nein, ich bin recht ­locker zu dem Casting hingegangen, wusste selbst nicht, ob ich’s kann. Da ich sehr gut abgeschnitten hab, hat mir der ORF mitgeteilt, dass man mein großes Talent nicht brachliegen lassen wolle … Ich hab dann in einigen Abteilungen redaktionelle Beiträge verfasst, und schließlich trat die „Zeit im Bild“ an mich heran.

Woman: ORF-intern gab es teilweise heftigen Widerstand, weil Sie als Quereinsteigerin ohne journalistische Erfahrung einen heiß­begehrten Job erhielten …
Streicher: Ich muss zugeben, ich war etwas verblüfft. Ich hab schon in vielen Teams gearbeitet. Wenn da wer Neuer kam, war der Tenor immer ,Hallo, wie können wir dir helfen?‘ und nicht ‚Na, die brauchen wir sicher nicht …‘ Ich hab allerdings mehr über den Widerstand gehört als ihn selbst gespürt.

Woman: Wie haben Sie Ihre Skeptiker umgestimmt?
Streicher: Ich denke, das ist im Zuge des gegenseitigen Kennenlernens geschehen. Es hat ja nun doch gedauert, bis ich tatsächlich vor der Kamera stand. Die Zeit hat geholfen.

Woman: Sie kommen vom Film. Fühlen Sie sich politisch genug gewappnet?
Streicher: Ich war immer schon ein politisch denkender Mensch, habe in Amerika politischen Filmreport studiert.

Das ganze Interview finden Sie im aktuellen WOMAN