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10 Fragen an die Sonne

Sommer, Strand und Meer sind ja toll für unser Gemüt, aber für die Haut der pure Stress. Denn UV-Strahlung attackiert sie und hinterlässt Schäden. Wie du dich richtig in der Sonne schützt, erklärt unser Safer-Sun-Guide!

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10 Fragen an die Sonne
© Thinkstock

Reicht mir für eine Woche Badeurlaub eine Flasche Sonnencreme?

NEIN. Pro Anwendung sollten 30 ml Sonnenschutz auf den gesamten Körper aufgetragen werden. Daher reicht eine große Sonnencreme (ca. 200 ml) für 6 bis 7 Mal eincremen. Da man sich aber nach dem Schwimmen abtrocknet und dabei viel von der Haut aufs Handtuch abgerieben wird, muss man erneut Schutz auftragen. Daher bitte das Doppelte rechnen: Für eine Woche Badeurlaub sind pro Person zwei Flaschen ideal. Das klingt erstmal viel, ist aber der nötige Schutz gegen Hautkrebs und Falten.

Wo ist es am wichtigsten, sich einzucremen?

ZONE FÜR ZONE. Wir benötigen überall, also im Gesicht und am Körper, reichlich Schutz. Genauer gesagt sollten ganze sechs große Teelöffel voller Creme auf der Haut landen, um den angegebenen LSF auf der Flasche zu erreichen. Wenn du also eine LSF-50-Sonnencreme verwendest, diese aber nur spärlich aufträgst, ist der Schutz auf der Haut nur ein LSF 25 und somit unzureichend. Beim Eincremen gilt also: Mehr ist mehr!
Arme: Ob in Bikini, Tunika oder Strandkleid - unsere Arme sind fast nie bedeckt und eine gefährdete Zone. Dekolleté: Die Haut ist hier sehr dünn. Daher bitte dick eincremen und beim Sonnenbaden sogar ab und an mit einem Tuch bedecken.
Beine: Durch die Hitze kann die Haut hier nicht nur irritiert sein, sondern die Beine können auch dick werden und anschwellen. Tipp: Die Mittagssonne meiden und viel Wasser trinken!
Füße: Gerade bei den Füßen, Zehen und Sohlen geht man viel sparsamer mit dem Sunscreen um. Großer Fehler, denn diese Zone gehört gut geschützt, sonst droht ein Brand.
Gesicht: UV-Strahlung sorgt für etwa 80 Prozent aller Falten. Tragen Sie im Gesicht genügend Creme auf. Lippen und Ohren nicht vergessen und die Augen mit einer Sonnenbrille schützen!
Rücken: Leider ist unsere Rückseite am meisten von Sonnenbränden betroffen. Der Grund: Man kann sich selber nicht gut eincremen. Besser um Hilfe bitten, denn jeder Sonnenbrand mehr erhöht das Hautkrebsrisiko!
Po: Auch an der Kehrseite können fiese Sonnenbrände entstehen. Vor allem, wenn man in
der prallen Sonne bäuchlings einschläft.

Werde ich durch einen hohen Schutzfaktor weniger braun?

NEIN. Ein hoher LSF schützt vor Falten & schlimmstenfalls Hautkrebs. Man wird dadurch genauso braun, allerdings weniger schnell – dafür hält sich die Bräune länger. Wer will, hilft mit Tan-Booster-Produkten nach, die unsere hauteigene Melaninproduktion anregen und die Bräune verstärken.

Sind Babys und Kinder mit Sonnencreme, Hut und T-Shirt genügend geschützt?

NEIN. Was viele leider nicht wissen: Kleinkinder unter einem Jahr haben noch gar keine Pigmentierung. Sie sollten der Sonne ÜBERHAUPT NICHT ausgesetzt werden. Für ältere Kinder gilt: Kleidung und Hut reichen nicht aus, alle exponierten Stellen sollten gut mit einer Sonnencreme eingeschmiert sein. Der Schutzfaktor muss bei Kindern übrigens sehr hoch sein, also bitte nie unter LSF 50.

Stimmt es, dass Tattoos und Permanent-Make-up dick mit Sunscreen eingeschmiert gehören?

JA. Die farbigen Kunstwerke entstehen durch Pigmente, die unter die oberste Hautschicht eingearbeitet werden. Und genau diese können durch UV-Strahlen langsam aufgelöst werden – auch deshalb werden sie mit der Zeit blass oder verlieren an Kontur. Daher die Tattoos oder Permanent-Make-up (Augenbrauen, Lippen) immer gut eincremen oder mit Hüten und Kleidung bedecken.

Ist es wahr, dass Sonnenstrahlen bei Akne Wunder wirken können?

JEIN. Eine kleine Dosis Licht kann bei Entzündungen und Mitessern sogar sehr gut sein und austrocknend wirken. Zu langes Sonnenbaden bewirkt aber leider doch wieder das Gegenteil. Daher sollte man sich bei Akne & Co lieber nur kurz in der Sonne aufhalten.

Ich habe die Sonnencreme vergessen. Wie lange darf ich ohne Schutz bleiben?

KOMMT DRAUF AN. Wenn du ganz ohne Sunscreen in der prallen Sonne sitzt und ein sehr heller Typ (rötliches Haar) bist: nur fünf bis zehn Minuten. Blonde, helle Personen können 10 bis 20 Minuten verweilen und Gebräunte höchstens 45 Minuten.

Macht die Sonne wirklich Falten?

LEIDER JA. Schuld daran ist die Strahlung, die in UV-A und UV-B unterteilt wird. Letztere mit dem "B" ist kurzwellig, trifft auf die Hautoberfläche und kann so den "Brand" verursachen. UV-"A"-Strahlen sind hingegen langwellig, dringen in tiefere Schichten und sorgen somit fürs "Altern".

Jetzt gibt es Suncreams auch noch in Form von Ölen und Sprays. Was ist das Richtige für mich?

TYPSACHE. Hier kommt es ganz auf Ihre Pflege-Vorlieben an: Sprays sind leicht (gut bei normaler Haut) und lassen sich rasch aufsprühen (ideal, wenn man die Kids schnell versorgen will). Öle & Cremen pflegen intensiv, sind daher gut bei eher trockener Haut.

Soll ich mir ein After-Sun-Produkt kaufen?

JA. Die Haut braucht nach jedem Sonnenbad wieder viel Feuchtigkeit & beruhigende Wirkstoffe. Ein spezielles After-Sun-Produkt ist genau mit diesen Faktoren ausgestattet und bietet der Haut alles für die nötige Regeneration.