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Ich kommeeeee: 12 Wege zum Orgasmus

Mehr Lust finden: ein Ziel, 2.000 Frauen. So viele hat die Plattform OMGYes gefragt, was ihnen beim Sex am meisten Spaß macht. Sinn der Sache war, die besten Wege zum Höhepunkt zu finden. Denn jeden Frau kann ihn haben, und zwar so, dass keine Wünsche offenbleiben. Vertief dich mit uns in die Anleitungen, die am meisten Erfolg versprechen. Lass dich führen, und teste, was dir am besten gefällt.

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Orgasmus
© iStockphoto.com

Alle Wege führen nach Rom - zwölf immerhin zum ziemlich sicheren Orgasmus. Denn die Anleitungen sind selbst erlebt, wurden alle erprobt und für gut befunden. Über 2.000 Frauen erzählten in Interviews der US-amerikanischen Plattform OMGYes, mit welchen Techniken sie verlässlich Richtung Höhepunkt fahren -die häufigsten davon wurden zum erotischen Dutzend zusammengefasst. Denn obwohl wir alle schon so viel über Sex wissen, gibt es für den ekstatischen Abschluss keine Garantie. Wenn der erwünschte Höhepunkt ausbleibt, kann es dafür einige Gründe geben: Man macht sich zu viel Druck, man hat die perfekte Technik noch nicht gefunden oder man will dem Partner ein bestimmtes Erlebnis liefern und ist zu sehr nur auf ihn fokussiert. Es kann aber auch sein, dass man zu viel im Kopf hat. Je besser man Bescheid weiß, je mehr man ausprobiert, desto größer ist die Chance auf guten Sex. Genau darum kümmert sich erwähnte Plattform mit diversen hilfreichen Infos.

DIE RICHTIGE TECHNIK. Die Palette an Erfahrungsberichten reicht von der richtigen Technik (Umspielen, Überraschung, Akzente setzen) über Wege, den Kopf frei zu bekommen (Abschalten, Kommunizieren), bis zu Methoden, öfter zu kommen. Zu jedem ausgewählten Weg gibt es Erklärungsvideos. Eine Frau beschreibt, was für sie das Schöne an ihrer Variante ist und zeigt das auch vor. Praxisvideos ergänzen das Programm. Man kann am Touchscreen des Handys an einer Vulva üben, verbale Rückmeldung inklusive.

FORSCHUNGSPROJEKT. Der Zugang zur Plattform kostet einmalig €39,-. Mit dem Geld werden weitere Forschungsprojekte zum Thema finanziert. Und was wir echt cool finden: Alle Protagonistinnen in den Videos sind ganz normale Frauen, denen einfach die Lust ein Anliegen ist. Dadurch ist das Projekt extrem ehrlich, persönlich und nicht einmal im Ansatz obszön.

DRANBLEIBEN

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Es gibt einen Moment, in dem man spürt, dass der Orgasmus kommen wird. Das ist die sogenannte Plateauphase. Sie beginnt, wenn sich die Lust nicht mehr aufbaut, sondern nur noch steigert. Jetzt heißt es, mit genau der Bewegung weitermachen, die du gerade ausführst. Dann kommt im Normalfall die Erleichterung. Also nicht härter oder sanfter, nicht schneller oder langsamer - einfach gleich. Das ist übrigens ein wichtiger Unterschied zu den Männern. Die mögen es tendenziell gern, wenn es noch einmal härter oder schneller wird. Bei uns Frauen jedoch könnten jetzt kleinste Veränderungen, Geräusche, Fragen oder ablenkende Gedanken die Klimax verhindern.

Tempo und Rhythmus. Behalte die Gangart bei, stetig und gleichmäßig.

Kreisen. Bleibe bei genau der Stimulation, die du gerade machst. Du ziehst Kreise um die Klitoris? Nicht verändern!

Winkel. Verändere beim Eindringen mit Penis oder Vibrator jetzt nichts mehr, ein Stellungswechsel zerstört die Spannung. Bleibe beim gleichen Winkel.

Druck. Egal ob die Berührung federleicht ist oder etwas fester, eher ein Gleiten oder ein punktgenaues Drücken: Genau in der gleichen Stärke weitermachen.

HOCHSCHAUKELN

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Bei dieser Technik wird der Orgasmus verstärkt, indem man ihn hinauszögert. Das bedeutet, ganz knapp, bevor man kommt, wird die Stimulation abgebrochen. Das verhilft besonders Frauen, die sehr leicht kommen zu einem intensiveren Lusterlebnis. Drei Varianten gibt es:

Pause. Stimuliere dich bis ganz kurz vor dem Höhepunkt, dann stoppe jede Berührung. Warte, bis die Erregung abgeklungen ist, erst dann neu anfangen.

Ablenkung. Kurz vor dem Kommen eine plötzliche oder intensive Empfindung abseits der Klitoris erzeugen, z. B. durch Druck. Das bremst die Erregung aus.

Auf und Ab. Die Klitoris bis kurz vor dem Höhepunkt stimulieren, dann an einer weniger erregbaren Stelle weiterspielen. So oft wiederholen, wie es Spaß macht.

AKZENTE SETZEN

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Ganz generell ist Lust nicht symmetrisch. Die Vulva ist von Frau zu Frau an unterschiedlichen Stellen verschieden empfindlich. Oft ist die sensibelste Stelle nicht in der Mitte, sondern links, rechts, ober- oder unterhalb der Klitoris. Nimm dir Zeit, herauszufinden, wo genau du besonders auf Reize reagierst, und widme dieser Stelle besondere Aufmerksamkeit.

Im Rhythmus. Am besten gelingt es mit regelmäßigen, wiederholten Bewegungen, Akzente zu setzen. Wenn du die besonders erregbare Zone gefunden hast, bleibe bei einer Stimulationsart.

Uhr. Teile den Bereich um deine Klitoris in eine Uhr ein. Vielleicht fühlt es sich auf 3 Uhr am besten an. Oder du magst die Stelle zwischen 6 und 9 Uhr am liebsten.

ÜBERRASCHUNG

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Abwechslung ist extrem wichtig für den Spaß zwischen den Laken. Vor allem in der Phase des Lustaufbaus mögen es sieben von zehn Frauen, wenn die Stimulation beim Liebesspiel eine unerwartete Wende nimmt. Intensive Berührungen sollten dabei eher kurz sein, sanfte dürfen auch länger dauern. Nicht wild und ziellos herumspielen! Bei der Überraschung geht es eher darum, die Sachen, die sich gut anfühlen, unterschiedlich zu kombinieren.

Ständige Abwechslung. Jede Bewegung ist anders als die zuvor. So weiß der Körper nie, was als Nächstes passieren wird.

Variationsreihen. Eine Bewegung wird mehrmals wiederholt, dann kommt eine andere. Die Kombination ist aber zufällig, folgt keinem bestimmten Muster.

ABFEDERN

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Die Klitoris ist eine hochsensible Zone, die direkte Berührung kann schnell zu viel sein. Indirekter Kontakt ist subtiler, nicht so intensiv. Daraus kann ein besseres, tieferes Gefühl entstehen. Wir trinken ja auch Gin nicht pur, sondern mit Tonic verdünnt. Die indirekte Berührung klappt am besten durch Stoff oder von außen über die Schamlippen: durch den Slip. Die besonders sanfte Berührung durch weichen Stoff ist ein guter Einstieg in die Lust. Oder du massierst den Bereich über der Klitoris, wo das Schamhaar ist (oder war), mit sanftem Druck.

Klit-Sandwich. Klemme die Klitoris dafür zwischen den äußeren Schamlippen ein und bewege diese auf und ab. Auch auseinanderziehen und wieder zusammendrücken funktioniert gut.

Fester Druck. Oberhalb des Kitzlers befindet sich eine schützende Hautschicht, die Klitorishaube. Stimuliere ihn durch sie hindurch. So kann man auch fester drücken, z. B. mit dem Fingerknöchel.

ABSTUFEN

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Auf dem Weg zum Höhepunkt durchlaufen wir mehrere Phasen: Begehren wecken, aufwärmen, zunehmende Erregung, Plateauphase, Orgasmus, runterkommen. Es gibt viele Wege durch diese Phasen, oft führt eine andere Stimulation zum Ziel als beim letzten Mal - das heißt experimentieren. Und auf viele Frauen trifft zu: Je länger der Weg durch diese Phasen ist, desto intensiver können die Orgasmen werden.

Begehren wecken. Federleichte Berührungen, sanfte Küsse um die Vulva, spielerisches Ausweichen etc. fachen die Lust an.

Aufwärmen. Die Klitoris ist jetzt noch nicht voll erregt, es braucht sanfte, langsame, indirekte Berührungen. Umspielen, drüberstreichen schürt das Begehren.

Zunehmende Erregung. Das ist die längste Phase. Jetzt liebt die Klitoris mehr Aufmerksamkeit. Man darf und soll mit Berührungen, Druck, Richtung herumspielen.

Plateauphase. Der Orgasmus taucht am Horizont auf. Alles wird intensiver, aber viel kann auch schiefgehen. Bleibe bei der gleichen Stimulation, ändere nichts!

Orgasmus. Der "Point of no Return", Wellen der Lust laufen durch den Körper. Nicht gleich aufhören, jetzt kann man die Bewegung ruhig noch einmal verändern.

Runterkommen. Pause einlegen, Erregung abklingen lassen. Eventuell Neustart.

RHYTHMUS

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Bei der Lust läuft alles nach einem bestimmten Rhythmus ab - ähnlich der Musik. Egal ob man reibt, klopft oder eindringt, der richtige Takt ist ausschlaggebend. Durch eine ganz kleine Veränderung kann sich eine Bewegung anders anfühlen. Die Vorlieben sind dabei unterschiedlich. Manche brauchen Gleichmäßigkeit, andere lieben gerade das Überraschungsmoment des Unregelmäßigen. Durch das Experimentieren mit unterschiedlichen Varianten lässt sich die Lust unglaublich steigern.

Überspringen. Klopfe im Takt, aber nur jeden zweiten Schlag. Das bedeutet: Nach jeder Berührung ist eine genauso lange Pause.

Regentropfen. Der Rhythmus ist unregelmäßig, z. B. zwei Schläge, Pause, drei Schläge, Pause, ein Schlag. Die Zufälligkeit macht es spannend.

Pausenlos. Die Klitoris wird ganz regelmäßig, ohne Pause, mit sanftem Klopfen stimuliert. Das macht die Lust für viele besser steuerbar.

Gleichmäßiges Pulsieren. Der Takt der Stimulation ist so schnell, dass die Pause zwischen den Schlägen quasi verschwindet, ähnlich einem Vibrator.

ÖFTER KOMMEN

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Es ist quasi die Königsklasse der Erfüllung. Und prinzipiell können fast alle Frauen Mehrfachorgasmen erleben. Doch oft ist die Klitoris nach dem Kommen so sensibel, dass jede Berührung beinahe schon schmerzt. Die Kunst ist, dem Körper Zeit zum Runterkommen zu geben.

Dann begreift man ihn völlig neu, tut so, als hätte es noch keinen Orgasmus gegeben. Entstand der erste Orgasmus z. B. durch Auf-und-ab-Bewegungen der Klitoris, dann probiere es jetzt mit rhythmischem Druck. Oder mach ein "Klit-Sandwich": Klitoris zwischen äußeren Schamlippen einklemmen und indirekt stimulieren. Wichtig für mehr Höhepunkte:

Runterkommen. Der Körper muss jetzt "abkühlen", mit einer kurze Pause, völlig ohne Kontakt. Oder du berührst dich indirekt, z. B. sanftes Streicheln ohne Druck, die Klitoris dabei komplett auslassen.

Neu entdecken. Der Körper ist jetzt viel empfindsamer. Passe die Intensität deiner Stimulation an dieses Empfinden an.

ABSCHALTEN

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Unendlich wichtig fürs Kommen ist das Loslassen. Denn ablenkende Gedanken sind der größte Lustkiller. Diese Tipps helfen:

Nicht daran denken. Es geht darum, zu genießen, sich zu spüren. Je mehr man an den Orgasmus denkt, desto schwerer kommt er. Also kein Performancedruck!

Ego außen vor lassen. Oft bemüht sich der Partner so, man möchte ihm den Orgasmus quasi zur Belohnung "schenken". Stelle vorab klar, dass der Höhepunkt möglich ist, aber kein Muss. Der Weg ist das Ziel.

Egoismus. Denk nicht darüber nach, was sich dein Gegenüber wünscht, wie du ihn befriedigen kannst. Lass dich einfach einmal verwöhnen, ohne Agenda.

Timer. Stell dir einen Wecker, der nach 15 oder 20 Minuten klingelt. Und diese Zeit gehört nur dir, du darfst komplett entspannen. Dann ist es auch kein Thema, ob du vielleicht zu lange brauchst.

Nicht fragen. Beim Lustaufbau ist Nachfragen super. In der Plateauphase kann das Drängen "Kommst du gleich?" aber alles kaputtmachen. Männer, merkt euch das!

UMKREISEN

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Das Umkreisen des Kitzlers lieben fast alle Frauen. Doch es gibt eine unendliche Variation von Bewegungsmustern. Ellipsen, Achter oder Kreise fühlen sich deshalb so gut an, weil sie eine große Fläche stimulieren. Die Nervenenden der Klitoris ziehen sich ja kreuz und quer durch die Schamlippen. So erwischt man alle empfindsamen Stellen.

Abwechslung. Gerade in der Erregungsphase ist unterschiedliche Stimulation wichtig. Ziehe unterschiedlich große und geformte Kreise um Klit und Vulva.

Annähern. Der ideale Punkt ist immer woanders. Geh auf die Suche, indem du dich in Umrundungen annäherst. Wenn du die Stelle erwischst, bleib dran.

Achter. Zeichne das Unendlichkeitszeichen. In der Mitte kreuzen sich die beiden Kreise, diese Stelle erfährt dadurch besondere Aufmerksamkeit. Gleichzeitig werden die Klit und der Eingang stimuliert.

KOMMUNIZIEREN

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Eigentlich sollte es selbstverständlich sein. Aber über Sex zu reden & wie man es am liebsten mag, ist für viele unendlich schwierig. In tausenden Interviews antworteten Frauen auf die Frage, was ihnen zu besserem Sex verholfen habe: "Herausfinden, wie ich dem Gegenüber auf angenehme & trotzdem eindeutige Art vermitteln kann, wie es sich am besten anfühlt." Das kann mit oder ohne Worte(n) sein: Spielerisch. Oft sind die sexuellen Muster lange eingespielt. Und funktionieren auch. Probiere was Neues. Mach den Vorschlag: "Ich mache es mir heute mit den Fingern selbst, und du schaust zu."

Ausprobieren. Willst du etwas zeigen oder erklären, musst du erst einmal selbst wissen, wie es funktioniert. Also heißt es verschiedene Techniken, Varianten ausprobieren, dranbleiben und üben.

Ohne Worte. Im Bett reden? Mag nicht jeder. Aber es geht auch nonverbal. Stöhnen, heftig atmen funktioniert gut. Ein Wort wie "gut" oder "ja" hilft. Steuere die Berührungen durch deine Körperbewegungen.

UMSPIELEN

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Diese Methode ist ideal zum Aufwärmen. Umspielen heißt so viel wie vorbeischauen, aber nicht anklopfen. Also noch nicht. Man baut Vorfreude auf, indem man sich der empfindsamen Stelle nähert, immer wieder, aber sie nicht oder nur gelegentlich ganz leicht berührt. Nimm dir dafür Zeit. Es dauert nämlich ein paar Minuten, bis die Erregung anspringt.

Alles umspielen. Berühr dich überall sanft, nur nicht an den Schamlippen oder an der Klitoris. Etwa von Schenkel zu Schenkel streichen und im letzten Moment die Vulva überspringen oder umkreisen.

Den Eingang umschmeicheln. Nähere dich mit Fingern oder Toy dem Scheideneingang, dringe fast ein. Aber tu es dann doch nicht. Oder nur ein paar Millimeter, wie zufällig. Oder verharre am Eingang, während du die Klitoris reizt.

Die Klitoris umkreisen. Nähere dich immer wieder der Klitoris, aber greife nie direkt darauf. An der Seite vorbeistreichen, die Venuslippen nach oben fahren, rundherum streifen, alles ist erlaubt.

Thema: Sex & Erotik