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5 Trainingsmythen

Wir haben die verbreitetsten Mythen rund um das Thema Bewegung unter die Lupe genommen - hier fünf der größten Fitness-Irrtümer.

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5 Trainingsmythen
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1

Langsames Laufen verbrennt mehr Fett.
Irrtum, wer schnell läuft, verbrennt sogar mehr Fett. Mit steigendem Tempo setzt der Körper zwar immer mehr Kohlenhydrate um und anteilsmäßig dazu weniger Fett. Dennoch wird in Summe mehr Fett verbrannt als beim langsamen Laufen. Allerdings werden Untrainierte in Bereichen höherer Geschwindigkeit nicht lange durchhalten, weil ihre Ausdauer noch nicht gut genug ist. In der Folge verlieren sie schnell die Lust an der Bewegung, und statt Spaß folgen Kommentare wie "Das ist nichts für mich“. Daher kommt die Empfehlung, erst in niedrigen Pulsbereichen - also langsam - zu trainieren und auf die Art die Grundlagenausdauer zu verbessern, um später das Tempo zu erhöhen.

2

Muskelkater ist ein gutes Zeichen dafür, dass man etwas geleistet hat.
Denkste. Muskelkater zeigt an, dass man den Körper schlichtweg überfordert hat. Denn ab einer gewissen Anstrengung kann der Körper die Belastung nicht mehr abfedern, kleine Verletzungen der Muskelfasern sind die Folge. Im Übrigen ist auch die Annahme falsch, dass man einfach am Tag danach die Bewegung, die zum Muskelkater geführt hat, wiederholen soll. Besser: Sanfte Bewegung fördert die Durchblutung und hilft dem Körper, die Entzündung zu beheben. Aber auch Wärme durch spezielle Kissen oder in der Sauna ist ideal, um den Körper bei der Regeneration zu unterstützen.

3

Nordic Walking ist nur etwas für ältere Menschen.
Warst du schon einmal walken? Nein? Eben. Richtig ausgeführt, mit ständigem Stockeinsatz und bei flottem Tempo, lassen sich beim Walken ordentlich Kalorien verbrennen. Denn dabei kommen 70 Prozent der gesamten Muskulatur zum Einsatz. Der Sport eignet sich nur deswegen so gut für (ältere) Anfänger, weil er in einem niedrigen Pulsbereich stattfindet. Wichtig: Arme und Beine arbeiten gegengleich, und die nach hinten gehende Hand wird immer geöffnet. Dieser zusätzliche Pumpeffekt stärkt die Unterarme. Bei Zweifeln lohnt sich auf alle Fälle eine Trainerstunde!

4

Stretchen verhindert Muskelkater.
Stimmt nicht. Dieser Irrglaube beruht auf der Annahme, dass Muskelkater von einer verkrampften Muskulatur herkommt, was man vor einigen Jahrzehnten fest geglaubt hat. Heute weiß man, dass dem nicht so ist, sondern dass der Schmerz mit kleinen Verletzungen der Fasern zusammenhängt. Und warum diese besser werden sollten, wenn man man sie zusätzlich beansprucht, lässt sich beim besten Willen nicht erklären. Dennoch ist Dehnen nicht sinnlos: Denn es macht beweglich, und wer beweglich ist, verletzt sich nicht so schnell. Übrigens sollte man immer erst nach dem Sport und nicht schon davor stretchen!

5

Schwimmen schont die Gelenke!
Das hängt davon ab. Wenn die Technik stimmt, dann ist diese Aussage richtig. Die meisten Hobbysportler haben allerdings gar keine Ahnung, was richtiges Schwimmen überhaupt bedeutet. Brustschwimmen mit hoch aus dem Wasser ragendem Kopf fällt leider nicht in die gelenkschonende Kategorie. Diese Art zu schwimmen schadet den Nackenwirbeln und lässt den Rücken durchhängen. Wie es richtig geht: Gerade mit dem Kopf nach unten ins Wasser legen, der Kopf wird dann bei jedem Armzug automatisch aus dem Wasser gedrückt. Wer das nicht kann, sollte einfach auf das schonendere und viel einfachere Rückenschwimmen wechseln. Aber etwas nicht zu können heißt nicht, dass man es nicht lernen kann! Ein Schwimmkurs oder zumindest einige Trainerstunden lohnen sich auch noch bei Erwachsenen.

Themen: Fitness, Workout