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7 Skurrile Verhütungsmethoden! Vom Hodenbad bis zur Cola-Dusche

Es gibt Sachen, die gibt es nicht! So auch zum Thema Verhütung. Vom Hodenbad bis hin zur "Hatschi!"-Methode hätten wir da einiges am Start! Aber ist das sicher? Im Dienste der allgemeinen Sicherheit spoilern wir schon an dieser Stelle: FINGER WEG VON ALL DIESEN METHODEN! Wer etwas zum Lachen braucht, sollte die absurden Ideen aber auf jeden Fall nachlesen...

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7 Skurrile Verhütungsmethoden! Vom Hodenbad bis zur Cola-Dusche
© iStcok/baonaBanane mit Kondom auf rosa Hintergrund

Verhütungsmittel wie Pille, Hormonspirale oder Pflaster sind ja weitläufig bekannt. Meistens mit dem großen Nachteil, dass so gut wie immer wir Frauen uns hormonellen Höchstbelastungen aussetzen müssen. Wenn wir uns dann aber doch irgendwann gegen hormonelle Verhütung und einen gesunden Körper entscheiden, dann geht das große Jammern los. "Mit Gummi ist es aber nicht so angenehm wie ohne" - ein Satz, den sich bestimmt jede Frau schon mindestens ein Mal anhören musste...

Aber was für andere Verhütungsmethoden gibt es eigentlich sonst noch so? Und welche davon betreffen ausschließlich das männliche Geschlecht, sodass wir Frauen uns mal ganz entspannt zurücklehnen und das sexuelle Vergnügen genießen können? Hmmm, und dann wär da noch die Frage danach, ob diese Methoden tatsächlich sicher sind! Wir sagen nur HODENBAD und erfreuen uns für's Erste daran, dass die Verhütung für den Mann halt irgendwie auch ein bisserl herzig und skurril klingt...

7 Skurrile Verhütungsmethoden: SERIOUSLY, damit sollen wir verhüten?

1

Eine Cola-Dusche für die Vagina: Diese Methode hört sich nicht nur besonders skurril an. Oh Wunder, sie funktioniert obendrein auch gar nicht! In einer Studie aus den 80er Jahren ging hervor, dass eine Vaginal-Dusche nach dem Sex die Bewegungsfähigkeit der Spermien beeinflussen würde. Jeder, der jetzt auf ganz eigenartige Ideen kommt: Die Studie wurde längst widerlegt, da diese Methode absolut nicht geeignet ist, um damit erfolgreich zu verhüten. Das Family-Pack Cola kann also wieder von der Einkaufsliste gestrichen werden. Außerdem muss uns Frauen dabei doch der komplette Intimbereich verkleben... Das Fazit lautet somit: Setzen, sechs!

2

Ein Kondom aus dem Blinddarm eines Schafs: Die Geister scheiden sich, wenn es darum geht, ob das Kondom seinen ursprünglichen Zweck darin fand, es zur Empfängnisverhütung oder aber gegen lästige Insektenstiche einzusetzen. Wie lustig wär's eigentlich, wenn das männliche Geschlecht in der heutigen Zeit mit dem schützenden Häutchen herumlaufen und damit das Gemächt vor Insekten schützen würde? Aber gut, ich schweife ab... Auf jeden Fall kam in der Antike der Blinddarm von Schafen oder die Schwimmblasen von Fischen zum Einsatz, um diese als Kondome zu verwenden. Elastizität? Gleich Null. Gott sei Dank wurde vor etwa 100 Jahren Latex als Material für Kondome entdeckt! Somit sind Schafe nochmal gut davongekommen!

3

An den Brustwarzen zuzeln und dabei die Brust massieren: Auch bei dieser angeblichen Verhütungsmethode ist Schmunzeln angesagt... Zwei Mal pro Tag sollen dabei die Brüste für je 30 Sekunden massiert werden, während jemand anderes (im Normalfall der eigene Partner, aber who knows) dabei an den Brustwarzen saugt. Dadurch soll dem Körper vorgespielt werden, dass quasi schon ein Kind gesäugt wird und somit ein Eisprung verhindert wird. Was dabei tatsächlich passiert? Höchstwahrscheinlich regelmäßiger Sex, jeden Tag, 2 Mal , mindestens 60 Sekunden lang. Darum bitte nicht auf's Verhüten vergessen!

4

Retro-Vibes mit dem Lysol-Schwämmchen aka einer Scheidenbarriere: Ähnlich wie die Funktionsweise eines Tampons, wurde das Lysol-Schwämmchen (fällt unter die Rubrik Scheidenbarriere, damit auch ja nichts durchflutschen kann) in die Scheide eingeführt und konnte mittels Schnur auch wieder aus dieser rausbefördert werden. Nachdem Lysol als bewährtes Desinfektionsmittel galt, lag der Gedanke nahe, dass dadurch auch Spermien abgetötet werden könnten. Vor dem Sex führte sich frau also besagtes Schwämmchen ein und entledigte sich dessen, sobald der sexuelle Akt vollzogen war. Bei vielen Frauen entwickelten sich im Intimbereich jedoch aufgrund der desinfizierenden Flüssigkeit Pilzinfektionen aller Art. Außerdem konnte nie wirklich festgestellt werden, wie zuverlässig das Lysol-Schwämmchen tatsächlich seine Aufgabe erfüllte. Verhütungsschwämme kann man probieren, muss man aber nicht - das kann nämlich ganz schnell überraschend enden. Und zwar nach exakt 9 Monaten mit einem kleinen Butzi in den Armen.

5

HATSCHIIIII! Die Nies-Methode: Bitte alle anschnallen! DAS haben bestimmt die meisten noch nie gehört! In der Antike erklärte ein griechischer Arzt, dass frau - nachdem Mann in ihr ejakuliert hat - in die Hocke gehen, niesen und sich dabei ihre Vagina abwischen solle. Dadurch würde unwillkommener Samen - diese Formulierung erheitert mich zutiefst - verlässlich aus dem weiblichen Körper gelöst. Bitte wie?! Klingt nicht sehr verlässlich. War es bestimmt auch nicht...

6

DING, DING, DING: Das Hodenbad! Als thermale Verhütungsmethode soll das Hodenbad dabei behilflich sein, erfolgreich zu verhüten. Dabei müssen Männer ihre baumelnden Freunde über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen täglich für 45 Minuten in ca. 45 °C heißes Wasser tauchen, um so die Spermienproduktion mittels Wärme zu unterdrücken. Im Winter eine durchaus angenehme Vorstellung! Wenn's drauf ankommt raten wir - aber auch die Wissenschaft - dringlichst von dieser Methode ab. Unabhängig davon, dass ein Hodenbad nicht vor Geschlechtskrankheiten schützt, kann frau die Wirksamkeit dieser Methode auch in keinster Weise kontrollieren. Im Zweifelassfall also lieber doch zum guten alten Kondom greifen - aus Latex, versteht sich.

7

Granatapfelsaft und Essig auf's Glied: Kommen wir zu unserer letzten skurrilen Verhütungsmethode und damit zu einem Durchbruch in der Geschichte der Verhütung. Die Herren der Schöpfung wurden nämlich erstmals im vierten Jahrhundert nach Christus nachweislich in Sachen Verhütung mit eingebunden. Ihnen wurde von Medizinern empfohlen, ihr Glied vor dem Geschlechtsakt mit einer Mischung aus Granatapfelsaft und Essig einzureiben. Was soll man dazu sagen? Welche bewusstseinserweiternden Substanzen besagte Mediziner auch immer zu sich genommen hatten - diese Verhütungsmethode ist ungefähr so zuverlässig wie der prophezeite Whitening-Effekt in handelsüblichen Zahnpasten.

Abschließend kann gesagt werden, dass es einen Grund hat, warum sich bisher nur bestimmte Methoden als geeignete Verhütungsmittel durchgesetzt haben. Darum Finger weg von derartig skurrilen Ideen und lieber auf Nummer sicher gehen!