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Hilferufe von türkischen Arbeitern auf ZARA-Etiketten gefunden

Den Arbeitern einer Nähfabrik in der Türkei wird seit drei Monaten kein Lohn bezahlt. Nun ergreifen sie eigenartige Maßnahmen, um an Hilfe zu gelangen.


Hilferufe von türkischen Arbeitern auf ZARA-Etiketten gefunden

Hilferufe auf den Etiketten

© istockphoto.com

Fast Fashion fügt unserem Planeten einen erheblichen Schaden zu. Der spanische Moderiese ZARA hat hierbei auch nicht den besten Ruf. Schon oft wurde die Kette, die nicht nur Plagiate zu ihren Spezialitäten zählt, beschuldigt die schrecklichen Arbeitsbedingungen in den Nähfabriken, in denen ihre Produkte hergestellt werden, zu „übersehen“ und weitgehend zu tolerieren. Nun können sie einen weiteren Punkt, der aus der türkischen Produktionsstätte stammt, zu ihrer Liste hinzufügen.

Laut „The Associated Press“ haben ZARA-Kunden in Istanbul kryptische Nachrichten an den Etiketten, an Kleidungsstücken gefunden. Auf dem Etikett steht: „Ich habe diesen Artikel, den Sie kaufen werden, hergestellt, aber wurde nicht dafür bezahlt.“ Damit wollen die Fabrikarbeiter der türkischen Produktionsstätte Kunden auf die Missstände aufmerksam machen und sie dazu auffordern für ihre Causa einzustehen.
Die Idee Nachrichten auf Etiketten ist keine Neue. Bereits 2014 fanden Kunden erschütternde Hilferufe in den Etiketten des britischen Fast-Fashion Giganten Primark.

Nach Angaben der „Associated Press“ wurde die türkische Produktionsstätte „Bravo“ über Nacht geschlossen. Den Angestellten fehlen die Löhne der letzten drei Monate und eine Abfindung. Bisher hat sich ZARA nicht zu diesen Anschuldigen geäußert.

Amancio Ortega, der Inhaber der Muttergesellschaft Inditex, zu der auch ZARA gehört, wurde im August zum reichsten Mann der Welt ernannt. Da wird sich ZARA doch sicher leisten können, den Fabrikarbeitern ihren ausstehenden Lohn und mehr zu bezahlen.

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