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Was passiert gerade in der Ukraine?

Russland hat die Ukraine angegriffen, der Kriegszustand wurde ausgerufen. Die aktuelle Situation im Überblick – und wie du helfen kannst.

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Ukraine/Russland Krieg
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Bilder von Rauchwolken, Bränden und verletzten Menschen: Am 24. Februar hat Wladimir Putin angeordnet, wovor sich viele in Europa fürchteten – Russland hat die Ukraine militärisch angegriffen. Mehrere Orte wurden seit den frühen Morgenstunden bombardiert, auch russische Bodentruppen sind unterwegs. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat im ganzen Land den Kriegszustand ausgerufen. Ein Krieg in Europa – das ist grauenvoll – natürlich vor allem für die Menschen vor Ort. Was genau passierte und wie wir unterstützen können:

Wo gab es Explosionen?

In der Nacht auf Donnerstag griffen russische Truppen von mehreren Seiten aus an: Laut AFP-Journalist:innen waren in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, in der Hafenstadt Odessa und in Städten im Osten der Ukraine Explosionen zu hören – bis Donnerstagnachmittag haben sich diese auf das ganze Land ausgeweitet.

Russische Truppen sind Nachrichtenberichten zufolge mittlerweile in die Region um die Hauptstadt Kiew eingedrungen. Inzwischen sollen sich die Kämpfe laut ukrainischer Polizei fast auf das ganze Land erstrecken, meldete orf.at am Donnerstagnachmittag. Die Lage ist unübersichtlich. Der Luftraum wurde für zivile Flugzeuge gesperrt.

Was ist der Grund für den Krieg?

Der bewaffnete Konflikt im Osten der Ukraine besteht seit acht Jahren, 14.000 Menschen haben dadurch bereits ihr Leben verloren. Seit es 2013 auf der Krim-Halbinsel zu Auseinandersetzungen zwischen prorussischen Separatisten und proeuropäischen Kräften gab, herrschen in der Ukraine laut spiegel.de "bürgerkriegsähnliche Zustände".

1,5 Millionen Menschen mussten bereits aus den von den besetzten Gebieten im Osten fliehen, berichtet die Caritas. Als Grund für den nun großangelegten Angriff nannte der russische Präsident Wladimir Putin in einer Fernsehansprache das Ziel, "die Ukraine zu demilitarisieren und denazifizieren."

Für viele reine Inszenierung und nichts als ein Vorwand, um seine Macht auszuspielen. Eine tatsächliche Erklärung für den Krieg und die Opfer, die er fordern wird, gibt es nicht. So banal es klingt: Für Putin scheint die Ukraine mit ihrer Demokratie und allen damit einhergehenden Rechten und Freiheiten ein Dorn im Auge zu sein. Westliche Staaten, darunter auch die USA, verurteilen die Kriegserklärung Russlands scharf.

Wie geht es den Menschen vor Ort?

Bereits Anfang Februar wurde in Dörfern im Osten der Ukraine, entlang der russischen Front, die Infrastruktur und Häuser zerstört, wie Reporter vor Ort berichteten. Seit dem großangelegten Angriff auf die Ukraine am 24. Februar wurden aus mehreren ukrainischen Städten zivile Opfer gemeldet. In einem Vorort der ostukrainischen Stadt Charkiv wurde bei einem der Luftangriffe ein ganzer Wohnkomplex getroffen, es gab mehrere Verletzte. Mittlerweile gibt es ukrainischen Meldungen zufolge auch erste zivile Todesopfer.

Nicht nur aus den Gebieten im Osten, auch aus der Hauptstadt Kiew versuchen viele Menschen zu fliehen. Laut krone.at werden Bankomaten gestürmt, Luftaufnahmen zeigen Staus auf Autobahnen. Am Donnerstag seien in Rumänien, Moldawien und Polen erste Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine eingetroffen, berichtet orf.at. Auch die slowakische Polizei erklärte indes volle Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und teilte auf Facebook mit, allen Ukrainer:innen die Einreise über die Grenzen zu gewähren.

Wie kann ich helfen?

So schrecklich die Bilder sind, was wir tun können ist vor allem: Spenden. 2,9 Millionen Menschen sind laut Caritas schon jetzt auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 516.000 Kinder im Osten der Ukraine. Je länger der Krieg dauert, desto mehr Menschen werden Hilfe benötigen. In Österreich kann an mehrere Hilfsorganisationen gespendet werden:

Hier kannst du helfen:

  • Rotes Kreuz: IBAN AT57 2011 1400 1440 0144, Kennwort: Ukraine – Hilfe für Menschen im Konflikt
  • Caritas: IBAN AT23 2011 1000 0123 4560
  • Diakonie: IBAN AT85 2011 1287 1196 6333, Kennwort: Flüchtlings-Nothilfe
  • Volkshilfe: IBAN AT77 6000 0000 0174 0400, Kennwort: Nothilfe Ukraine
  • Ärzte ohne Grenzen: IBAN AT43 2011 1289 2684 7600
  • SOS-Kinderdorf: IBAN AT46 1644 0001 4477 4477
  • Unicef Spendenkonto: AT46 6000 0000 0151 6500, Kennwort: Nothilfe Ukraine
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