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Warum du in fremden Betten nie so gut schläfst

Im Urlaub, beim neuen Freund oder bei Pyjama-Partys - schlafen wir das erste Mal in einem fremden Bett, dann wird es keine erholsame Nacht. Denn die Hälfte unseres Hirns will nicht einschlafen!

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Warum du in fremden Betten nie so gut schläfst
© iStockphoto.com

Schläft man bei einer Freundin oder in einem Hotel, folgt meist am nächsten Morgen die Frage "Und, wie hast du geschlafen?". Tja, leider niemals so gut wie im eigenen Bett oder in gewohnter Umgebung. Denn schlafen wir in einem fremden Bett, dann schaltet unser Hirn automatisch auf eine Art Alarm-Modus und wir können uns nicht wie gewohnt entspannen.

Dieses Phänomen nennt die Schlafforschung “First-night effect” (FNE) und dasselbe ist vergleichbar mit dem unruhigen Schlummer von Vögeln, die ständig Gefahr wittern und daher selbst schlafend aufmerksam sein müssen.

Dabei bleibt eine unserer Gehirnhälften wach, wie auch eine aktuelle Studie bestätigt. Das Forschungsteam hat dafür die Gehirnaktivität von mehreren Schlafenden gemessen, die in einem für sie fremden Bett schliefen. In der linken Hirnhälfte wurden dabei selbst in Tiefschlafphasen starke Aktivitäten gemessen und damit nachgewiesen, dass man selbst im Schlaf aufmerksam für seine Umgebung bleibt.

Aber schon in der zweiten Nacht im selben Bett ist diese Asymmetrie zwischen den beiden Gehirnhälften verschwunden und bei beiden Seiten wurde Entspannung festgestellt. Und man kann die Frage, wie man geschlafen hat, nicht nur aus Höflichkeitsgründen positiv beantworten.

Thema: Schlafen